3. Juli 2019
PRESSE-STATEMENT

VdK fordert bezahlbaren Wohnraum

Wohnkosten sind für immer mehr ältere Menschen in Deutschland eine Belastung. Zu diesem Ergebnis kommt eine heute vorgestellte Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und des Deutschen Zentrums für Altersfragen (DZA). Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, kommentiert dies wie folgt:


„Der Sozialverband VdK sieht sich durch die Studie in seiner Forderung nach mehr bezahlbarem Wohnraum bestätigt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Wohnkosten insbesondere für ältere Menschen ab 65 Jahren zunehmend ein Problem sind. Vor allem Alleinlebende, wie etwa viele Witwen, mit kleinen Renten, sind davon betroffen. Die rasant steigenden Mieten und die Verknappung von bezahlbarem Wohnraum entwickeln sich dabei immer mehr zu einem neuen Armutsrisiko. Wir müssen verhindern, dass die vielen Menschen mit geringen Renten auf dem Wohnungsmarkt bald chancenlos sind oder an den Stadtrand gedrängt werden, wo die Mieten noch erschwinglich sind. Bezahlbarer Wohnraum darf keine Mangelware sein.

Die Erhöhung des Wohngelds ist ein wichtiger Schritt, löst aber das Problem nicht. Die Politik muss vielmehr dafür sorgen, dass Wohnungen bezahlbar bleiben. Alte Menschen brauchen die Sicherheit, dass sie in der vertrauten Wohnung und Umgebung, auch wenn die Kinder ausgezogen sind und der Partner verstorben ist, bis zum Lebensende bleiben können. Die Angst, dass die Wohnung unbezahlbar wird, belastet viele Seniorinnen und Senioren. Neubauten lösen das Problem nur begrenzt, weil alte Menschen gerade nicht mehr umziehen wollen. Wir brauchen Regelungen für den Bestand.

Der VdK fordert neben den Maßnahmen in der sozialen Wohnungspolitik eine Wende in der Rentenpolitik, damit Menschen im Alter auf eine gute Rente vertrauen können. Dazu gehört unter anderem, die Grundrente einzuführen, und zwar ohne Bedürftigkeitsprüfung.“

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