3. Juni 2019
PRESSE-STATEMENT

VdK fordert Verschärfung der Mitpreisbremse & begrenzte Miethöhen

Zahlen aus der aktuellen Überschuldungsstatistik des Statistischen Bundesamtes zeigen: 2018 waren zwei von zehn überschuldeten Menschen, die bei einer Schuldnerberatungs¬stelle Hilfe suchten, von Mietschulden betroffen. Die Verbindlichkeiten aller beratenen Personen bei Vermietern betrugen im Durchschnitt knapp 1,8 Monatsmieten oder 870 Euro. Die durchschnittlichen Wohnkosten (Miete inklusive Nebenkosten) aller beratenen Schuldner lagen bei 491 Euro. Im Vergleich zu den durchschnittlichen Gesamtschulden (29 008 Euro) machten Mietschulden einen Anteil von drei Prozent aus.

Diese Zahlen kommentiert Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, wie folgt:

„Nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes haben zwei von zehn Personen, die eine Schuldnerberatungsstelle aufsuchen, Mietschulden. Wir sehen darin einen Beleg dafür, dass durch die Mietenexplosion immer mehr Menschen Mühe haben, ihre Mieten regelmäßig zu bezahlen und in die Schuldenfalle getrieben werden. Die Mieten sind in den letzten Jahren so rasant gestiegen, dass der Anstieg von Gehältern, Löhnen und staatlichen Leistungen wie der Grundsicherung damit nicht Schritt halten konnten. Daher muss man wohnungspolitisch an der Miethöhe ansetzen.

Wir als Sozialverband VdK fordern eine Deckelung der Miethöhen und eine Verschärfung der Mietpreisbremse, damit sie tatsächlich zugunsten von Mietern und moderaten Miethöhen wirkt. Außerdem fordern wir, dass endlich wieder hohe und kontinuierliche Investitionen in den sozialen Wohnungsbau getätigt werden. Wir brauchen ein staatliche Offensive für bezahlbaren Wohnraum."

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Schlagworte Sozialverband VdK | mieten | Mietenwahnsinn | Schulden | sozialer Wohnungsbau | Mietpreisbremse

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