19. September 2019
GESUNDHEIT

Beim Wandern die Seele baumeln lassen

Ob allein oder in der Gruppe – Bewegung in der Natur ist zu jeder Jahreszeit positiv für das Wohlbefinden.

© Unsplash


In der Natur zu sein, ist gesund. Gerade jetzt im September, wenn es nicht mehr so warm ist, kann man beim Wandern die Seele baumeln lassen. Es gibt mittlerweile ein umfangreiches Angebot an kurzen und langen Wanderwegen, die auch für Menschen mit Einschränkungen geeignet sind.

Wandern ist beliebt. „Rund 68 Prozent der Bevölkerung tun es, um die Natur zu erleben, sich aktiv zu bewegen und etwas für die Gesundheit zu tun“, sagt Jens Kuhr vom Deutschen Wanderverband. Vor allem die Nachfrage nach Touren, die einen halben bis ganzen Tag dauern, steige.

Qualitätsinitiative

Mit der Qualitätsinitiative „Wanderbares Deutschland“ will der Verband eine Orientierung bieten. „Wer auf den bundesweit 226 zertifizierten Qualitätswegen unterwegs ist, genießt abwechslungsreiche Landschaften, verlässliche Markierungen und naturbelassenen Untergrund“, sagt Jens Kuhr. Neben längeren, auch Tagesetappen umfassenden Wegen werden kurze Strecken zu Themen wie Naturerlebnis, Komfort- und Stadtwandern, Familienspaß, Winter, Traumtour, regionaler Genuss und Kultur angeboten. Bundesweit gibt es 200.000 Kilometer Wanderwege, um deren Kennzeichnung, Pflege und Unterhalt sich 20.000 Wegezeichner ehrenamtlich in ihrer Freizeit kümmern.

Wandern ist gesund.

Rund 60 Krankenkassen berücksichtigen es bereits in ihren Bonusprogrammen. Es stärkt das Herz-Kreislauf-System sowie die Ausdauer und eignet sich auch für Menschen mit etwas mehr Kilos. „Durch das hohe Eigengewicht verbrauchen Übergewichtige sogar mehr Energie als der Durchschnitt. Der Anteil der Fettverbrennung am gesamten Stoffwechsel liegt beim Wandern mit 40 bis 60 Prozent doppelt so hoch wie beim Laufen“, so die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Die Muskeln im ganzen Körper werden trainiert, die Durchblutung gefördert. Gerade ältere Menschen können so ihre Kraft und Trittsicherheit verbessern, das Sturzrisiko verringern und ihre Leistungsfähigkeit steigern. Zudem wird der Stoffwechsel angekurbelt.

Wandern macht froh.


Laut einer Studie fühlen sich 82,7 Prozent aller Wanderer anschließend glücklich und zufrieden. Vermutet wird, dass langandauerndes Gehen die Produktion körpereigener Hormone und Botenstoffe wie Endorphin, Serotonin und Dopamin verstärkt.

Ein durchschnittlicher Wanderer kommt im Jahr auf etwa 9,8 Touren. Der eine oder andere erwirbt dabei auch das Deutsche Wanderabzeichen, das seit seiner Einführung 2009 bereits 31.000-mal vergeben wurde. Das Wanderjahr beginnt im Januar. „Erforderlich sind mindestens zehn Wanderungen, für Kinder mindestens 100 Kilometer und Erwachsene 200 Kilometer im Jahr“, so Jens Kuhr. Diese müssen in einem Wander-Fitness-Pass dokumentiert werden. Das Deutsche Wanderabzeichen gehört zur Gesundheitsinitiative „Let’s go – jeder Schritt hält fit“.

Informationen gibt es unter https://www.lets-go-jeder-schritt-hält-fit.de. Neben geführten Wanderungen zählen beispielsweise auch Nordic Walking, Geocaching, Radwandern, Wanderungen mit Hunden und spezielle Touren für ältere Menschen für das Abzeichen.

Wandern hat zu jeder Jahreszeit seinen Reiz, angemessene Kleidung vorausgesetzt. Doch im Frühherbst lohnt der Gang in die Natur besonders, angesichts der milden Temperaturen und des bunten Blätterwalds.

sko

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