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Vorbereitung und Durchführung einer Schwerbehindertenversammlung
Vom 15. bis 17. März 2006 fand in unserem Schulungshotel "Haus Oberwinter" ein Seminar ganz besonderer Art statt.
Zehn Schwerbehindertenvertrauenspersonen aus ganz Rheinland-Pfalz kamen zusammen, um gemeinsam zu lernen, wie eine Versammlung schwerbehinderter Menschen im Betrieb beziehungsweise in der Dienststelle organisiert werden kann.
Geleitet wurde die Veranstaltung von der Trainerin Diplom-Psychologin Mara Heinrichs. Sie regte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an, untereinander Erfahrungen und Anregungen auszutauschen. Bei der Zusammenarbeit in Kleingruppen mit maximal vier Personen wurde intensiv besprochen, was bei der Vorbereitung der Versammlung nicht vergessen werden sollte.
Weitere Hauptthemen waren der Tätigkeitsbericht und die Leitung der Versammlung, wobei darauf eingegangen wurde, wie man eine ruhige Teilnehmergruppe aktiviert und wie man mit Störern umgeht.
Bernhard Bauer, Winfried Kochler, Annette Link, Gerd Jung, Klaus Schnitzler, Wolfgang Lanvermann
Höhepunkt der Schulung war, als jeder seinen ganz individuellen Tätigkeitsbericht vortrug und teilweise dabei mit der Videokamera gefilmt wurde. Die übrigen Teilnehmer spielten dabei entweder eine ruhige Gruppe, die der Vortragende zur Diskussion animieren musste oder sie störten absichtlich durch Zwischenrufe oder provozierende Fragen. Nachher wurde die Aufzeichnung gemeinsam analysiert, wobei der Vortragende sich seiner Stärken und Schwächen bewusst wurde und beim nächsten Mal noch sicherer auftrat. Die vielen praktischen Übungen brachten alle nicht nur fachlich weiter sondern bereiteten auch viel Spaß und förderten den Kontakt untereinander.
Die Erfahrungen des Tages, ihrer Arbeit als Schwerbehindertenvertrauensperson sowie auch Privates wurden am Abend in geselliger Runde bei herrlichem Blick auf das Mittelrheintal angeregt besprochen.
Vordere Reihe von links nach rechts Ursula Reif, Wilfried Hurth, Cornelia Schmidt, Mara Heinrichs, Cornelia Slowik
Nach dieser sehr praktischen Schulung konnte jeder eine gute Grundlage für seine eigene Versammlung mitnehmen. Viele der Teilnehmer werden nun in nächster Zeit das erste Mal eine Versammlung schwerbehinderter Menschen in ihrer Dienststelle selbst organisieren. Bei der Besprechung am Schluss kam neben vielen positiven Rückmeldung auch der Wunsch auf, weitere Seminare dieser Art und mit Mara Heinrichs zu besuchen. Neben dem fachlichen Wissen, welches in anderen Seminaren vermittelt wird, ist eben auch wichtig, diese Kenntnisse praktisch umsetzen zu können. Gern werden wir daran arbeiten, weitere Kommunikationsseminare für betriebliche Integrationsteams möglich zu machen.

