VdK warnt vor Privatisierung der Pflegeversicherung

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Mittwoch, 21.10.2009

VdK warnt vor Privatisierung der Pflegeversicherung

Der Sozialverband VdK warnte Union und FDP vor einer schleichenden Privatisierung der Pflegeversicherung. Damit würde der "Entsolidarisierung der sozialen Sicherungssysteme Vorschub geleistet", erklärte VdK-Präsidentin Ulrike Mascher heute in Berlin.

Mascher wörtlich: "Da würden steigende Kosten im Pflegebereich einseitig auf Arbeitnehmer und Rentner abgewälzt werden. Lachende Dritte wären die Arbeitgeber, die sich immer stärker aus ihrer Mitverantwortung für einen funktionierenden Sozialstaat verabschieden. Die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen leisten heute schon erhebliche Eigenanteile."

Mascher bezeichnete die Pläne der Koalitionspartner als "Einführung einer Kopfpauschale bei der Pflegeversicherung durch die Hintertür". Es dürfe nicht sein, dass eine Verkäuferin künftig denselben Pflegebeitrag bezahlen muss wie der Konzernchef. Mascher forderte stattdessen die Einbeziehung der privaten Pflegeversicherung in den Solidarausgleich zur Finanzierung zusätzlicher Leistungen. Außerdem sei die Finanzierung der Pflege eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die nicht allein von den gesetzlich Pflegeversicherten, sondern von allen Steuerzahlern geschultert werden müsse, sagte Mascher. (Michael Pausder)

VdK-Pressemitteilung

 

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