"Wohnen für Hilfe"

Sozialverband VdK Deutschland - Solidarität macht stark!
 

"Wohnen für Hilfe"

Studenten und Senioren unter einem Dach
Themenfoto: Frauenhände halten eine andere Hand

Ein weiteres alternatives Wohnmodell bietet die Idee "Wohnen für Hilfe" (auch "Wohnen gegen Hilfe" oder "Wohnraum gegen Hilfe" genannt): Ältere Menschen, die ein großes Haus haben, das sie nicht allein bewohnen und bewirtschaften können oder wollen, bieten Wohnraum für Studenten an.

Neben der Beteiligung an den Nebenkosten helfen die Jüngeren in Haus und Garten mit, statt Miete zu zahlen - etwa durch Einkaufen, Putzen oder Spazierengehen mit dem Hund. Manche Senioren möchten auch einfach nur Gesellschaft. Als Faustregel gilt pro Monat eine Stunde Hilfe pro Quadratmeter Wohnfläche. Doch nicht nur die kleine Mithilfe im Haushalt ist positiv, durch das gemeinsame Wohnen eröffnen sich neue Perspektiven. Solidarität und gegenseitige Hilfe überwinden Vorurteile zwischen den Generationen.

Einschub: Zitat

Einschub überspringen

"Es kommt nicht darauf an, dem Leben mehr Jahre zu geben, sondern den Jahren mehr Leben." - Alexis Carrel (1873-1944), Chirurg und Nobelpreisträger

Ende des Einschubs.

Das alternative Wohnmodell wird von den Landesregierungen generell gern gesehen. Obwohl die Studenten keine pflegerischen Aufgaben übernehmen, bestehen doch ein gewisses Maß an Rückhalt und praktischer Hilfe, die sonst in anderer Form geleistet werden müsste, zum Beispiel von ambulanten Pflegediensten. Somit hoffen die Länder, dem drohenden Pflegenotstand durch frische Ideen entgegenwirken zu können.

Themenbild: Rente für Jung und Alt

Das erste deutsche Projekt dieser Art entstand bereits 1992 in Darmstadt; es wurde 1995 von der damaligen Familienministerin Claudia Nolte ausgezeichnet. Im englischsprachigen Gebiet sind ähnliche Modelle als "Homesharing" anzutreffen.

"Wohnen für Hilfe" gibt es in vielen deutschen Universitätsstädten, zum Beispiel in München, Frankfurt, Freiburg und Aachen. Am besten erkundigt man sich beim jeweiligen Studentenwerk. Der Stand der nachfolgenden Liste ist März 2009.

Aachen
RWTH Aachen - Gleichstellungsstelle
Projekt - "Wohnduo Wohnen für Hilfe"
Ansprechpartnerin: Xenia Dick
Templergraben 55
52056 Aachen
Büro: Kàrmànstraße 9, 3. Etage
Telefon: 02 41/80-9 35 78
Fax: 02 41/80-9 22 58
wohnduo@rwth-aachen.de
www.rwth-aachen.de/wohnduo


Düsseldorf
Stadt Düsseldorf, Amt für Wohnungswesen
Ansprechpartner: Lidia Wilhelm, Elke Duscher
Brinckmannstr. 5
40225 Düsseldorf
Telefon: 0211/89-924499
Fax: 0211/89-324499
lidia.wilhelm@stadt.duesseldorf.de
www.duesseldorf.de


Frankfurt
Bürgerinstitut e. V. - Soziales Engagement in Frankfurt
Ansprechpartner: Henning Knapheide
Oberlindau 20
60323 Frankfurt
Telefon: 0 69/97 20 17-42 (Montags - Donnerstags vom 9.00 bis 16.30 Uhr)
knapheide@buergerinstitut-ffm.de
www.buergerinstitut-ffm.de


Freiburg
Studentenwerk Freiburg
Ansprechpartnerin: Nicole Krauße
Schreiberstr. 12 - 16
79098 Freiburg
Telefon: 07 61/21 01-3 53
krausse@studentenwerk.uni-freiburg.de
www.studentenwerk.uni-freiburg.de


Jena
Studentenwerk Thüringen
INFOtake Jena und Sozialberatung
Manuela Zander
Ernst-Abbe-Platz 5
07743 Jena
Telefon: 03641-930506
manuela.zander@stw-thueringen.de
www.stw-thueringen.de/menu-oben/wohnen/wohnen-fuer-hilfe


Karlsruhe
Paritätische Sozialdienste gGmbH Karlsruhe
Wohnpartnerschaften im Hardtwaldzentrum
Ansprechpartner: Marc Kieseleit
Kanalweg 40/42
76149 Karlsruhe
Telefon: 07 21/9 12 30 - 34
Fax: 07 21/9 12 30 - 52
wohnpartnerschaften@paritaet-ka.de
www.paritaet-ka.de


Köln
Projektbüro "Wohnen für Hilfe"
Zentrum für heilpädagogische Gerontologie der Universität zu Köln
Ansprechpartner: Sandra Wiegeler, Judith Kropp
Frangenheimstr. 4
50931 Köln
Telefon: 02 21/4 70-79 33
Fax: 02 21/4 70-79 34
www.wfh-koeln.de


Marburg
Studentenwerk Marburg
Ansprechpartnerin: Nicole Negwer
Telefon: 0 64 21/29 61 13
negwer@studentenwerk-marburg.de
www.studentenwerk-marburg.de/wohnen/service/wohnen-fuer-hilfe.html


München
Seniorentreff Neuhausen
Ansprechpartnerin: Brigitte Tauer
Leonrodstr. 14B
80634 München
Telefon: 0 89/16 80 60
bt@seniorentreff-neuhausen.de www.studentenwerk.mhn.de/wohnen/wohnen_gegen_hilfe


Stuttgart
Deutsches Rotes Kreuz
Kreisverband Stuttgart e.V.
Wohnberatung
im Zentrum Mobile Dienste
Bellingweg 16 A
70372 Stuttgart
Telefon: 0711/2808-210
Fax: 0711/2808-1323
wohnberatung@drk-stuttgart.de
www.drk-stuttgart.de/soz-wohnen-mit-Hilfe.htm


Zusammenfassung

Für wen ist diese Wohnform geeignet?
Kontaktfreudige und junggebliebene Senioren, die bereit sind, einen Teil ihres Wohnraums an Studenten unterzuvermieten. Ältere Menschen, die selbständig ihren Haushalt führen können (keine Pflegefälle), die aber gerne Hilfe in einigen Bereichen in Anspruch nehmen möchten, etwa bei der Gartenpflege oder bei Besorgungen.

Wer ist der Ansprechpartner?
Anfragen am besten an das jeweilige Studentenwerk einer Stadt. Alle Universitäten sind mit Webseiten im Internet vertreten.

Was kostet es?
Die entstehenden Nebenkosten werden üblicherweise dem Wohnraum entsprechend aufgeteilt. Ansonsten entstehen keine Kosten. Die Studenten "bezahlen" für ihren Wohnraum durch kleine Hilfen im Haushalt. Anhaltspunkt: Monatlich eine Stunde Hilfe pro Quadratmeter Wohnfläche.


zurück zur Übersicht Wohnen im Alter

Service

Sozialgesetze zum Download

Auf dieser Seite bieten wir für Sie eine Auswahl wichtiger Gesetze, Verordnungen und Übereinkommen zum Herunterladen im Format PDF an. [mehr]

 

Pressemeldungen

Presse-Newsletter

Sie können sich die aktuellen Pressemitteilungen des Sozialverbands VdK Deutschland kostenlos per E-Mail übersenden lassen.

 

Newsletter

Sie möchten über Neuigkeiten auf der vdk.de informiert werden?
Mit der e-Stafette vdk.de halten wir Sie auf dem Laufenden! Anmeldung:
e-Stafette vdk.de

 
 
Die Portalseite des Sozialverbands VdK - vdk.de aufrufen!
© Sozialverband VdK Deutschland, 2000 - 2010