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Aus Oberfranken

Seminar Vertreter der jüngeren Generation

Auch in diesem Jahr fand wieder ein Zwei -Tagesseminar für jüngere ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im VdK-Bezirk Oberfranken, in der Franken-Akademie, Schloss Schney statt.

Eingeladen waren die Vertreter- und Vertreterinnen der jüngeren Generation aus Kreis- und Ortsverbänden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den neuen Ehrenämtern: Schulbeauftragter, Berater Barrierefrei und VdK Lotse und jüngere an Ehrenämtern interessierte Mitglieder.

Ressortleiter, Leben mit Behinderung Robert Hümmer referierte am Freitagabend zum Thema: Inklusion leben, was bedeutet das? Was kann ich tun?
Hümmer steht allen Interessierten im Landesverband für Fragen und Hilfestellungen im Bereich Leben mit Behinderung über das Beratungstelefon 0892117-113 zur Verfügung.

Mehr zum Thema Inklusion findet sich im aktuellen Flyer der hier zum Download bereit steht: www.vdk.de/permalink/73204

Netzwerken im VdK-zusammen erreichen wir mehr- auch im VdK Ehrenamt, war Thema am Samstagvormittag, zu dem stellvertretender Landesgeschäftsführer Herbert Lochbrunner aus München angereist war. Wichtig, so Lochbrunner sei, das alle die im VdK arbeiten, sei es im Ehren- oder Hauptamt , zu wissen welch vielfältige Angebote es gibt und wer Ansprechpartner ist und Hilfestellung geben kann.

Es schloss sich der Vortrag vom Abteilungsleiter Ehrenamt und soziale Praxis Eberhard Grünzinger, Inklusion & Barrierefreiheit - erreichte Erfolge als Ansporn für die Vertreter der jüngeren Generation an. Als gelungene "Weltpremiere" präsentierte Grünzinger seine Beta-Version des von ihm entwickelten Quiz zum Thema Barrierefrei.

Das Seminar endete mit einem weiteren Referat von Grünzinger zu dem Thema: Teamarbeit in der Vorstandschaft. Jede Vorstandschaft sollte je aus mindestens einem planenden, einem ordnenden, einem gefühlvollen und einem phantasievollen Mitarbeiter bestehen, die Grenze sind dabei fließend und jeder Mensch vereint mehrere Eigenschaften, so Grünzinger. Alle Mitarbeiter sind gleich wichtig.

Bezirksgeschäftsführer Roland Sack versprach auch im nächsten Jahr wieder ein Seminar für die VjG anzubieten und bat dafür in den Kreisverbänden schon jetzt zu werben.

Die Teilnehmer des Seminars mit den Referenten 2. Reihe v.l. Herbert Lochbrunner, Robert Hümmer und Eberhard Grünzinger© Roland Sack

Gesundheit und Pflege müssen bezahlbar sein

VdK-Großveranstaltung in Coburg - 800 Teilnehmer aus allen Teilen Oberfrankens fordern soziale Gerechtigkeit

Eine gerechtere Gesellschaft forderte der VdK Bayern bei seiner Großveranstaltung im Kongresshaus Rosengarten in Coburg.

Vor rund 800 Menschen aus allen Teilen Oberfrankens präsentierten die VdK-Landesvorsitzende Ulrike Mascher und VdK-­Landesgeschäftsführer Michael Pausder die zentralen Forderungen des Sozialverbands im Rahmen der bundesweiten VdK-­Aktion "Soziale Spaltung stoppen!" zur Bundestagswahl 2017.

Coburgs Dritter Bürgermeister Thomas Nowak erinnerte in seiner Begrüßungsrede, dass es trotz guter Wirtschaftslage Menschen in Deutschland gibt, bei denen der Wohlstand nicht ankommt. "Die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich macht ein menschenwürdiges Leben für manche unmöglich", sagte er. Nicht selten seien Betroffene unverschuldet in Not geraten. "Ich bin dem VdK sehr dankbar, dass er der Politik auf den Zahn fühlt", sagte er. An das Publikum appellierte er: "Gehen Sie zur Wahl!"

Stellvertretender Landesverbandsvorsitzender und Kreisvorsitzender vom VdK Coburg Hellmut Ott begrüßt die Teilnehmer© VdK Bayern/ Annette Liebmann

VdK-Landesgeschäftsführer Michael Pausder zitierte den Artikel 1 des Grundgesetzes: "Die Würde des Menschen ist unantastbar." Verletzungen der Menschenwürde seien jedoch immer häufiger: "Wenn alte Frauen und Männer in Abfalleimern nach Pfandflaschen wühlen müssen, weil die Rente nicht reicht, dann ist das entwürdigend und ein Skandal." Wer sein ganzes Leben lang gearbeitet und immer in die Rentenkasse eingezahlt habe, dürfe am Ende nicht eine Rente bekommen, die unterhalb der Grundsicherung liegt.

Landesgeschäftsführer Michael Pausder© VdK Bayern/Annette Liebmann

Pausder forderte, dass künftig alle Berufsgruppen in die Rentenkasse einbezahlen sollen - also auch Selbstständige, Politiker und Beamte. "Die Privilegierung bestimmer Berufsgruppen ist nicht mehr zeitgemäß", stellte er fest. Eine Absage erteilte der Landesgeschäftsführer den Plänen, das Rentenalter ein weiteres Mal heraufzusetzen. "Das ist eine versteckte Rentenkürzung" warnte er.

VdK-Landesvorsitzende Ulrike Mascher wies auf die Missstände hin, die nach wie vor in der Pflege herrschen. "Wir müssen aufpassen, dass die Verbesserungen der Pflegereform auch bei den Betroffenen ankommen", mahnte sie. So stehen beispielsweise den Versicherten seit 2016 Entlastungsleistungen zu, sie können sie aber nicht abrufen, weil es bayernweit bisher nur einen einzigen Anbieter gibt. Als notwendig erachtete Mascher die automatische Erhöhung der Pflegeleistungen, damit die Pflege bezahlbar bleibt. Weiter forderte die VdK-Landesvorsitzende die Rückkehr zur paritätischen Finanzierung der Krankenversicherung, die Umsetzung der Barrierefreiheit, die Anhebung des Mindestlohns, faire Chancen auf dem Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung, eine gerechtere Steuerpolitik sowie eine Stabilisierung und Erhöhung des Rentenniveaus. "Armut muss in allen Altersgruppen nachhaltig bekämpft werden", betonte Mascher. "Die Wirtschaft floriert - ich finde, die Mehrheit der Bevölkerung sollte auch etwas davon haben."

Landesverbandsvorsitzende Ulrike Mascher© VdK Bayern/ Annette Liebmann

In der anschließenden Podiumsdiskussion nahmen Bundestagsabgeordnete und -kandidaten verschiedener Parteien Stellung zur Renten- und Steuerpolitik. Viele Zuschauer stellten Fragen oder machten ihrem Ärger über Missstände Luft. CSU-Bundestagsabgeordnete Dr. Astrid Freudenstein wies darauf hin, dass nur bestimmte Gruppen von Alters­armut betroffen seien. Sie warnte vor der Einführung einer Bürgerversicherung: "Dieser Riesenumbau ist kaum zu bewältigen." SPD-Bundestagskandidatin Doris Aschenbrenner sprach sich dafür aus, die Rente der geburtenstarken Jahrgänge kurzfristig aus Steuermitteln zu finanzieren. Bundestagsabgeordneter Klaus Ernst plädierte dafür, Vermögen wieder stärker zu besteuern und die unteren Einkommen zu entlasten. "Gesamtgesellschaftlich wichtige Leistungen, wie beispielsweise Kindererziehung, müssen aus Steuermitteln anerkannt werden", forderte Lisa Badum, Kandidatin von Bündnis 90/Die Grünen.

Die Politiker auf dem Podium stehen Rede und Antwort. V.l. Bundestagsabgeordneter Klaus Ernst, Die Linke, Bundestagskandidatin Lisa Badum, Bündnis90 Die Grünen, Bundestagskandidatin Doris Aschenbrenner, SPD, Bundestagsabgeordnete Dr. Astrid Freudenstein, CSU und Moderator Dominik Schott© VdK Bayern/ Annette Liebmann

Für die musikalische Unterhaltung sorgten die Neundorfer Blasmusik und die fränkische Musikgruppe "Boxgalopp".

Boxgalopp sorgte für gute Unterhaltung© VdK Bayern/ Annette Liebmann

Die Großveranstaltung in Coburg war ein voller Erfolg. Von links: stellvertretender VdK-Landesgeschäftsführer Herbert Lochbrunner, VdK-Mitglied Karin Latta, VdK-Bezirksgeschäftsführer Roland Sack, Erwin Manger, Vorsitzender der Landesverbandsausschusses, Johanna Thomack, Leiterin des Pflegestützpunkts Coburg, Hellmut Ott, stellvertretender VdK-Landesvorsitzender und Coburger VdK-Kreisvorsitzender, VdK-Kreisgeschäftsführer Thomas Steinlein, VdK-Mitglied Manuel Beck, Bundestagskandidatin Doris Aschenbrenner, VdK-Landesgeschäftsführer Michael Pausder, VdK-Landesvorsitzende Ulrike Mascher, Bundestagsabgeordneter Klaus Ernst, Bundestagsabgeordnete Dr. Astrid Freudenstein, Bundestagskandidatin Lisa Badum und Moderator Dominik Schott.© VdK Bayern/ Annette Liebmann

Schulung Vertrauenspersonen für schwerbehinderte Menschen

Auch in diesem Jahr lud der VdK-Bezirk Oberfranken Vertrauenspersonen für schwerbehinderte Menschen aus Behörden und Firmen zu einer Schulungsveranstaltung ein. Bezirksgeschäftsführer Roland Sack freute sich, zusammen mit seiner Stellvertreterin Ulrike Wich, über fast 140 Teilnehmer bei zwei Veranstaltungen.

Jeweils am Vormittag stand das Gesetz zur Flexibilisierung des Übergangs vom Erwerbsleben in den Ruhestand und zur Stärkung von Prävention und Rehabilitation im Erwerbsleben, die sogenannte Flexi-Rente, im Mittelpunkt des Referats von Emmi Richter, der Leiterin der Auskunfts- und Beratungsstelle in Bayreuth von der Deutsche Rentenversicherung Nordbayern.

Am Nachmittag referierte Rudi Hartmann von der AOK Bayreuth- Kulmbach über Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse bei Arbeitsunfähigkeit und Leistungen für Langzeitkranke. Im Anschluss
erläuterte Marco Gräbner, ebenfalls von AOK Bayreuth-Kulmbach wichtige Änderungen zum Pflegeleistungsgesetz II.

v.l. Marco Gräbner, AOK, Emmi Richter,DRV, Rudi Hartmann, AOK und Roland Sack, Bezirksgeschäftsführer© Sack

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  1. Die Teilnehmer des Seminars mit den Referenten 2. Reihe v.l. Herbert Lochbrunner, Robert Hümmer und Eberhard Grünzinger | © Roland Sack
  2. Hellmut Ott begrüßt die Zuschauer | © VdK Bayern/ Annette Liebmann
  3. Landesgeschäftsführer Michael Pausder | © VdK Bayern/Annette Liebmann
  4. Landesverbandsvorsitzende Ulrike Mascher | © VdK Bayern/ Annette Liebmann
  5. Die Politiker auf dem Podium stehen Rede und Antwort. | © VdK Bayern/ Annette Liebmann
  6. Boxgalopp sorgte für gute Unterhaltung | © VdK Bayern/ Annette Liebmann
  7. Alle Teilnehmer | © VdK Bayern/ Annette Liebmann
  8. v.l. Marco Gräbner, AOK, Emmi Richter,DRV, Rudi Hartmann, AOK und Roland Sack, Bezirksgeschäftsführer | © Sack

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