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VdK Bezirksgeschäftsstelle Oberfranken

VdK-Kampagne

Weg mit den Barrieren! Mit der Kampagne "Weg mit den Barrieren!" macht sich der Sozialverband VdK für eine barrierefreie Gesellschaft stark. Wohnungen und öffentliche Gebäude, Verkehrsmittel sowie alle privaten Güter und Dienstleistungen müssen endlich so gestaltet werden, dass sie für alle zugänglich sind. Es braucht einheitliche Vorgaben mit verbindlichen Fristen, Kontrollen und Sanktionen sowie eine entschiedene Förderung durch den Bund.

Unterstützen Sie unsere Forderungen und melden Sie Barrieren!
Mitmachen ist einfach: Wer eine Barriere entdeckt, trägt sie auf www.weg-mit-den-barrieren.de ein.

Tipps und Termine

Das Messejahr 2016 in Bayern

Der VdK Bayern ist nah an den Menschen: So präsentiert sich der größte Sozialverband im Freistaat auch 2016 wieder auf verschiedenen Verbraucher- und Publikumsmessen. Hier eine Auswahl der Aktivitäten von Kreisen und Bezirken sowie des Landesverbands.

INVIVA
Die Nürnberger "Messe für alle mitten im Leben - inviva" findet 2016 erstmals parallel zur Messe -Freizeit, Touristik & Garten- am 24. und 25. Februar statt. Themenbereiche sind Gesundheit, aktive Freizeitgestaltung und selbstbestimmtes Leben. Schauplatz ist die Halle 12 der Messe Nürnberg. www.inviva-messe.de

WIR
Vom 2. bis 6. März lädt die Messe WIR Dillingen ein. Auf der Wirtschafts-, Informations- und Regionalausstellung in der schwäbischen Stadt an der Donau hat auch der VdK einen Stand. Themenschwerpunkte der WIR sind Bauen und Wohnen, Familie, Gesundheit und Soziales sowie Energie und E-Mobilität. www.jws.de/dillingen

Passauer Frühling
Eine beliebte Verbraucherausstellung ist auch der Passauer Frühling. Vom 5. bis 13. März präsentieren im Messepark Passau-Kohlbruck mehr als 400 Aussteller ihre Produkte und Dienstleistungen aus nahezu allen Bereichen der Wirtschaft und des Handels. www.kinold.de/messen/passauer-fruehling-dreilaendermesse.html

Frühjahrsmesse
Der Sozialverband VdK Bayern ist auch bei der Frühjahrsmesse im oberpfälzischen Landkreis Schwandorf mit dabei. Sie findet dieses Mal am Wochenende, 2. und 3. April, in der Stadthalle Teublitz statt. www.fruehjahrsmesse-staedtedreieck.de

Die 66
475 Aussteller aus den Bereichen Tourismus, Freizeit Sport, Mode und Kommunikation präsentieren sich auf der Münchner Messe "Die 66". Sie richtet sich an Frauen und Männer ab 50 Jahren. "Die 66", bei der der VdK Bayern traditionell mit einem großen Stand vertreten ist, ist vom 8. bis 10. April 2016 im MOC München.
www.die-66.de

DIWA
Zum Ende des Deggendorfer Frühlingsfestes findet in der niederbayerischen Stadt an der Donau die Gewerbeausstellung DIWA statt. Vom 5. bis 8. Mai 2016 stellen sich Unternehmen und Verbände wie der VdK auf dem Geländ -An den Deichgärten- vor.

Ostbayernschau
Zeitgleich zum Gäubodenvolksfest findet im niederbayerischen Straubing die Ostbayernschau statt. Vom 13. bis 21. August 2016 ist die Ausstellung mit 17 Hallen vermutlich das größte Shopping-Center im Freistaat.
www.ausstellungsgmbh.de/ostbayernschau.html

Allgäuer Festwoche
Vom 13. bis 21. August lädt der VdK zu einem Standbesuch auf die Allgäuer Festwoche ein. Rund 400 Aussteller präsentieren sich auf dem Messegelände in Kempten. Die Besucher schätzen die Mischung aus Wirtschaftsmesse, Kulturtagen und Heimatfest. www.festwoche.com

OFRA
Neben dem VdK Bayern präsentieren sich auf der Oberfrankenausstellung in Hof (OFRA) vom 30. September bis 3. Oktober Aussteller aus Bereichen wie Wohnen, Freizeit, Bekleidung und Gesundheit. Schauplatz sind die Freiheitshalle und das angrenzende Messegelände.
www.kinold.de/messen/messe-hof.html

ConSozial
Einmal im Jahr wird das Messezentrum Nürnberg mit der ConSozial zum Treffpunkt für alle, die sich im Sozialbereich engagieren. Die Fachmesse vom 26. bis 27. Oktober 2016 bietet ein breites Spektrum an Dienstleistungen, Produkten und Angeboten rund um Sozialmanagement und soziale Arbeit. www.consozial.de

Heim + Handwerk
Kurz vor der Weihnachtszeit präsentiert sich der Sozialverband VdK Bayern traditionell auf der Münchner Messe -Heim + Handwerk-. Vom 23. bis 27. November strömen wieder rund 125.000 Besucher auf das Gelände der Neuen Messe München. Das Publikum weiß das große Angebot rund ums Wohnen, Bauen und Wohlfühlen zu schätzen. www.heim-handwerk.de

"Der VdK war für mich ein Glücksfall"

Mitarbeiterin des VdK-Beratungstelefons half umfassend bei akutem Pflegefall

VdK-Mitarbeiterin Andrea Kreipe stand Ingrid Killat zur Seite.© Sebastian Heise

Vielen Menschen, die das VdK-Beratungstelefon "Pflege und Wohnen" angerufen haben, konnte bereits geholfen werden. Eine von ihnen ist Ingrid Killat. Die Münchnerin ist dem Sozialverband VdK Bayern für die Unterstützung sehr dankbar.

Der Anruf war für Ingrid Killat ein Schock: Ihr Bruder Horst sei mit sehr hohen Zuckerwerten und in einem verwirrten Zustand ins Krankenhaus Pfaffenhofen gebracht worden, hieß es. Er sei im Anfangsstadium einer Demenz und könne sich nicht mehr allein versorgen. Die 72-jährige Frau ist die einzige Angehörige und musste sich von heute auf morgen um ihren "großen Bruder" kümmern. "Ich war total am Boden", erzählt Ingrid Killat.

In ihrer Not meldete sie sich beim VdK und fand mit Andrea Kreipe, einer der Mitarbeiterinnen am Beratungstelefon "Pflege und Wohnen", gleich eine Ansprechpartnerin, die sich um sie kümmerte. "Sie hat mich gut aufgenommen, mich beruhigt", erzählt die Münchnerin. Kreipe habe ihr bei vielen Dingen, die sie erledigen musste, geholfen, und ihr nützliche Tipps gegeben.

So organisierte Kreipe einen Beratungstermin in der Münchner VdK-Kreisgeschäftsstelle, wo Killat ihren 78-jährigen Bruder als VdK-Mitglied anmeldete. Auch dort wurde sie bestens beraten, wie sie erzählt, und vor allem setzte sich die Sozialrechtsberaterin des VdK erfolgreich für ihren Bruder ein. Sie erreichte für ihn die Pflegestufe 1 ? rückwirkend zum 2. Juni. Seit diesem Tag lebt Horst Killat in einem Pflegeheim in Oberhaching.

Seine Schwester, die regelmäßig zu Besuch kommt, ist sehr froh, diesen Platz für ihn so schnell bekommen zu haben. Er fühle sich dort sehr wohl. Bei der Suche danach hatte ihr Andrea Kreipe geholfen, ebenso wie bei der Organisation der Auflösung von Horst Killats Wohnung. Beispielsweise hatte die VdK-Mitarbeiterin ihr den Tipp gegeben, sich an Wohltätigkeitsorganisationen zu wenden. Diese würden die Wohnung ausräumen und die nicht mehr benötigten Möbel und Kleidung an bedürftige Menschen weitergeben.

Genauso kam es dann, und so konnte sie auch anderen Menschen helfen. Dank der Hilfe von Andrea Kreipe und dem VdK schaffte es Ingrid Killat schließlich, alles zu organisieren. Als sie dann "in ein schwarzes Loch fiel", wie sie erzählte, war Andrea Kreipe auch wieder für sie da und baute sie auf. Killat ist ihr für alles sehr dankbar und sagt, sie und der VdK seien ein "Glücksfall" gewesen.

Kontakt:
Das Beratungstelefon "Pflege und Wohnen" ist montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr und donnerstags von 15 bis 18 Uhr unter (089) 2117-112 erreichbar.
E-Mail: lebenimalter.bayern@vdk.de
In der Zeit zwischen 24.12.2015 und 3.1.2016 ist das Telefon nicht besetzt.

Je früher zur Schuldnerberatung, desto besser

Überschuldete Senioren sind keine Seltenheit mehr - Wenn das Geld nicht ausreicht, sollte man sich kostenfrei beraten lassen

Immer mehr ältere Menschen tappen in die Schuldenfalle. Niedrige Renten, hohe Mieten und steigende Lebenshaltungskosten - da braucht nur noch eine Krankheit oder ein teurer Zahnersatz dazukommen, und schon rutscht man in die roten Zahlen. Eine frühzeitige Beratung kann helfen, dass es erst gar nicht so weit kommt.

Die Zahl der Schuldner in der Altersgruppe der über 70-Jährigen ist deutlich gestiegen. In ihrem "Schuldneratlas 2014" verzeichnet die Wirtschaftsauskunftei Creditreform 134.000 überschuldete Senioren. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Plus von 23.000 Menschen. "Dies ist umso bemerkenswerter, da in weiten Teilen der älteren Bevölkerung Verschuldung und risikobehaftetes Konsumverhalten auf Grund meist eher konservativ-bewahrender Wertvorstellungen verpönt ist", heißt es in dem Bericht.

Oft reicht die Rente nicht aus

"Die Schuldnerstruktur ändert sich", bestätigt Michael Bretz, Pressesprecher von Creditreform. Während es vor ein paar Jahren noch viele Jugendliche waren, die wegen eines Handyvertrags in die roten Zahlen rutschten, sind es nun Rentner, die ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen können. "Viele verschulden sich aus Not", weiß Bretz aus Gesprächen mit Betroffenen. Oft müssten Senioren auch im Alter arbeiten gehen, weil die Rente zum Leben nicht reicht oder sie ihre Gläubiger bedienen müssen. Ist man einmal in die Schuldenfalle getappt, so wird sie schnell zum Teufelskreis, aus dem man nur schwer wieder herausfindet.

Beim monatlichen Einkommen, der Rente, sei keine Erhöhung zu erwarten, und auch die Entlastung durch einen Kredit sei im höheren Alter meist nicht möglich. Hinzu komme, dass Schulden hoch verzinst seien. "Da können aus 5000 ganz schnell 12.000 Euro werden", berichtet Bretz. Solche Fälle kennt auch Michael Weinhold, stellvertretender Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände. Der Leiter der Schuldnerberatung des Instituts für soziale und kulturelle Arbeit (ISKA) in Nürnberg betont: "Eine Beratung ist stets dann angezeigt, wenn man mit seinem Geld nicht mehr auskommt." Dies könne beispielsweise sein, wenn das Konto dauerhaft überzogen ist, die Mahnungen sich häufen, oder es schwer falle, die Miete oder die Energiekosten zu begleichen. Prinzipiell gelte der Grundsatz: "Wenn man finanzielle Probleme hat, sollte man so früh wie möglich eine Schuldnerberatung aufsuchen."

Schuldnerberatungen gibt es viele. Doch welche ist die richtige? Weinhold empfiehlt, sich an die jeweilige Stadtverwaltung beziehungsweise das Landratsamt zu wenden und zu erfragen, welcher soziale Träger eine kostenlose Beratung anbietet. Die Beratungsstellen vor Ort lassen sich auch im Internet herausfinden. "Wichtig ist, darauf zu achten, dass die Beratung kostenfrei ist und einen barrierefreien Zugang gewährleistet- und wenn dies nicht der Fall ist, dass auch ein Hausbesuch angeboten wird", rät Weinhold.

In einem ersten Schritt verschafft sich der Schuldnerberater einen Überblick über die finanzielle Situation. Er erstellt gemeinsam mit dem Betroffenen eine Übersicht über die laufenden Ausgaben und zieht Bilanz. Dann überprüft er, ob die Verpflichtungen weitergezahlt werden können. Bei Bedarf setzt er sich auch mit den Gläubigern in Verbindung, um eine für beide Seiten angemessene Lösung zu erzielen. Auch wenn der Schuldnerberater dafür sorgt, dass Verbindlichkeiten langfristig beglichen werden können, so muss dem Betroffenen genügend Geld zum Leben bleiben. Miete, Heizung, Strom und Lebenshaltung haben absoluten Vorrang. Die Rente ist bei Alleinstehenden bis 1050 Euro, bei Paaren bis 1440 Euro geschützt. Das heißt, unterhalb dieser Grenze ist der Betroffene nicht pfändbar.

Ein Privatinsolvenzverfahren sei erst dann notwendig, wenn die Betroffenen ihre Schulden dauerhaft nicht mehr zurückzahlen können, so Weinhold. Dies hänge von der persönlichen und wirtschaftlichen Situation sowie von der Art und der Höhe der Schulden ab. Die Frage, ob ein solches Verfahren sinnvoll ist, könne daher nur im Rahmen einer umfassenden Beratung beantwortet werden. Am besten ist es jedoch, erst gar nicht so hohe Schulden anzuhäufen. Doch das ist wohl nicht so einfach. Die größte Schwierigkeit sei nämlich, sich die Situation einzugestehen, berichtet Bretz: "Vielen fällt es schwer zu sagen: Ich bin pleite." Für sie sei es einfacher, mit Schulden zu leben, zumal sie darauf hoffen, dass Gläubiger ab einem bestimmten Alter des Schuldners oft auf ihre Forderungen verzichten würden. Nicht vergessen werden dürfe aber auch, welche seelischen Folgen das finanzielle Scheitern haben kann. "Gerade ältere Menschen schämen sich und ziehen sich zurück."

Annette Liebmann

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  1. Kampagnen-Motiv von "Weg mit den Barrieren!" - Ein Männchen mit Rollator scheitert an einer unüberwindbaren Treppe | © VdK
  2. VdK-Mitarbeiterin Andrea Kreipe stand Ingrid Killat zur Seite. | © Sebastian Heise
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