Url dieser Seite: http://vdk.de/bg-oberfranken/ID77528
Sie befinden sich hier:
  • Startseite

VdK Bezirksgeschäftsstelle Oberfranken

VdK-Kampagne
Banner zur Pflege-Kampagne

Kampagne für bessere Pflege
Mit der Kampagne "Große Pflegereform - jetzt!" will der VdK seinen Forderungen für bessere Pflege Nachdruck verleihen. Dafür bitten wir um Ihre Unterstützung: Bis 21. April braucht der VdK 50.000 Unterschriften für seine Pflege-Petition.

Unterzeichnen Sie jetzt online unter

https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2014/_03/_03/Petition_50389.html

oder kommen Sie in unsere Kreisgeschäftsstelle, dort liegen Unterschriftenlisten aus. Bitte informieren Sie auch Familienmitglieder, Freunde, Bekannte und Kollegen über unser Anliegen. Je breiter die Unterstützung ist, umso nachdrücklicher können wir unsere Forderungen vortragen. Vielen Dank!

Weitere Informationen zur Kampagne unter: http://www.grosse-pflegereform-jetzt.de/


Sie brauchen Hilfe beim Ausfüllen der Online-Petition? Hier finden Sie eine Anleitung:

  • Anleitung (192.2 KB, PDF-Datei)

    Anleitung zum Ausfüllen der Online-Petition


Eine Unterschriftenliste zum Ausdrucken können Sie auch hier herunterladen:

  • Unterschriftenliste (0.8 MB, PDF-Datei)

    Bitte beachten Sie folgenden sehr wichtigen Hinweis: Die Unterschriftenliste darf nur beidseitig bedruckt oder nur mit bedruckter Vorderseite ausgelegt werden. Es ist vorgeschrieben, dass der Interessent auf demselben Blatt Papier die Informationen zur Petition finden muss, auf der er unterschreiben soll. Unterschriften, die auf einer losen Seite 2 des Dokuments stehen, sind deshalb ungültig! Die Unterschriftenlisten müssen bis zum 16.04.2014 beim Sozialverband VdK Deutschland eingehen, damit sie rechtzeitig den Petitionsausschuss erreichen!
    Noch ein wichtiger Hinweis zum Datenschutz: Die Daten der Unterschreibenden werden nicht gespeichert oder anderweitig verwendet.

Infofilm "Große Pflegereform jetzt!"

ORTkCYcu9lU

www.grosse-pflegereform-jetzt.de

Logo

VdK Bayern und Lohnsteuerhilfe Bayern schließen Kooperation

Günstige Steuerberatung für alle

Die Steuererklärung ist für viele ein Buch mit sieben Siegeln. Damit das nicht so bleibt, hat der VdK Bayern mit der Lohi (Lohnsteuerhilfe Bayern) eine Kooperation geschlossen. Die Lohi bietet Arbeitnehmern, Rentnern und Pensionären - im Rahmen einer Mitgliedschaft begrenzt nach Paragraf 4 Nummer 11 Steuerberatungsgesetz - Beratung in allen Einkommen- und Lohnsteuerfragen. Ab 1. Januar 2014 entfällt in Bayern für VdK-Mitglieder die Aufnahmegebühr für die Lohi.

LohiVdK

© VdK/Lohi

Der VdK Bayern und die Lohnsteuerhilfe Bayern kooperieren ab sofort. | © VdK/Lohi

Nicht für jeden ist die Beratung durch einen Steuerberater erschwinglich. Damit auch Menschen mit kleineren Einkommen Unterstützung bei ihrer Steuererklärung bekommen, gibt es die Lohnsteuerhilfe Bayern. Viele VdK-Mitglieder, die beim Sozialverband Beratung suchen, haben auch steuerliche Fragen. Gerade viele Rentnerinnen und Rentner sind oft unsicher, ob sie steuerpflichtig sind oder nicht. Der VdK Bayern darf allerdings in Steuerfragen nicht beraten, seine Beratungen dürfen sich nur um sozialrechtliche Belange drehen. Umgekehrt stellen die Mitarbeiter der Lohi immer wieder fest, dass ihre Mitglieder Unterstützungsbedarf im Sozialrecht haben, den wiederum sie nicht erfüllen dürfen. Deshalb wurde die Idee einer Kooperation geboren.

Wer bei seinem Mitgliedsantrag für die Lohi seinen VdK-Mitgliedsausweis vorlegt, für den entfällt die Aufnahmegebühr von 15 Euro. Die Lohi-Jahresbeiträge, beginnend bei 45 Euro, richten sich nach dem individuellen Einkommen. Mitglieder mit wenig Einkommen müssen also auch wenig zahlen. Nach dem Ausfüllen des Lohi-Mitgliedsantrags kann vom ersten Tag an die Beratungsleistung in Anspruch genommen werden, Wartezeiten gibt es nicht.

Herbert Lochbrunner, stellvertretender Landesgeschäftsführer des VdK Bayern, ist überzeugt: "Die neue Kooperation des VdK Bayern mit der Lohi ist für unsere Mitglieder ein echter Vorteil. Die Lohi arbeitet nicht gewinnorientiert, unsere Mitglieder sind bei den Steuerexperten sehr gut aufgehoben." Darüber hinaus wurde ein fachlicher Austausch zwischen VdK und Lohi vereinbart. Gudrun Steinbach vom Vorstand der Lohnsteuerhilfe ergänzt: "Die Lohi lebt wie der VdK in Bayern das Prinzip der kurzen Wege. In über 140 Beratungsstellen bekommen unsere Mitglieder Unterstützung."

Die nächstgelegene Beratungsstelle der Lohnsteuerhilfe Bayern finden Interessierte unter http://www.lohi.de/ oder im örtlichen Telefonbuch.

VdK prüft Pflege-Verfassungsbeschwerde

18. Dezember 2013

Mascher: "Pflege ist eine Frage der Menschenwürde"

Der Sozialverband VdK prüft die juristischen Möglichkeiten, Beschwerde vor dem Bundesverfassungsgericht zur Verbesserung der Pflege einzulegen. VdK-Landesvorsitzende und VdK-Präsidentin Ulrike Mascher stellte heute in München im Rahmen der Jahrespressekonferenz des VdK Bayern fest: "Sollte sich hier irgendeine realistische Möglichkeit ergeben, werden wir klagen." Grundlage ist die Dissertation der Regensburger Juristin Susanne Moritz, die wegen der offenkundigen Missstände in deutschen Pflegeheimen die Grundrechte der Pflegebedürftigen verletzt sieht. Der Staat missachte durch seine bisherige Untätigkeit seine Schutzpflichten. Ein Urteil des Verfassungsgerichts würde eine Aufforderung an den Gesetzgeber bewirken, Abhilfe zu schaffen. Moritz kommt zum Schluss, dass jeder potentiell Pflegebedürftige den Klageweg bis zum Bundesverfassungsgericht beschreiten könne - deshalb erwägt der VdK ein Musterverfahren.

"Pflege ist eine Frage der Menschenwürde", betonte Mascher, deshalb dürfe die längst überfällige Reform der Pflegeversicherung in der neuen Regierungskoalition nicht wieder aufgeschoben werden. Zwar sei die Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs, der vor allem die Situation von Demenzkranken verbessern soll, für die nächste Legislaturperiode angekündigt worden, vorerst würden aber nur "kurzfristige Leistungsverbesserungen" in Aussicht gestellt. Der VdK befürchtet deshalb, dass wieder nur hie und da kleine Verbesserungen für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen beschlossen werden. "Der VdK fordert eine große Pflegereform, das System der Pflegeversicherung muss komplett umgebaut werden", sagte Mascher vor Journalisten. "Hier ist der neue Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe in der Pflicht. Pflegebedürftige können nicht länger warten." Der VdK drängt zur Eile, weil eine Pflegereform unter Berücksichtigung des Gesetzgebungsverfahrens frühestens nach 18 Monaten greift.
Die Mehrkosten durch den Umbau der Pflegeversicherung von geschätzt 5 Milliarden Euro jährlich zahlen sich nach Auffassung des Sozialverbands VdK aus. Denn mit einer besseren Finanzierung von häuslichen und ambulanten Strukturen könnte auf Dauer die Angehörigenpflege gestärkt und der Trend zum Heim gebremst werden. "Ein Weiterwurschteln im bisherigen System wird zum Kollaps führen", warnte Mascher.

Ein großes Problem ist die häufige Armut unter Pflegeheimbewohnern. Immer mehr sind in Bayern auf Sozialhilfe, die "Hilfe zur Pflege", angewiesen, weil die Heimkosten die Rente übersteigen.
52 550 Menschen erhielten 2012 diese Leistung - und damit 2,6 Prozent mehr als im Jahr davor.
Eine große Pflegereform muss nach Auffassung des VdK von einer Infrastrukturoffensive begleitet werden, damit jeder Pflegebedürftige so lange wie möglich in seiner gewohnten Umgebung leben kann. Alternsgerechte Konzepte für Wohnen, Verkehr, Bauen und Versorgung - hier sieht der VdK die Kommunen in der Pflicht. Aktuell spiegelt der Anteil von Pflegebedürftigen in den bayerischen Kreisen und Kommunen die demografischen und wirtschaftlichen Strukturen der Regionen wider. So weisen die Stadt Passau und die Landkreise Freyung-Grafenau, Kronach, Hof und Wunsiedel überdurchschnittlich hohe Zahlen an Pflegebedürftigen auf. "Die Staatsregierung ist aufgefordert, den Kommunen bei der Weiterentwicklung ihrer demografischen Strategien finanziell unter die Arme zu greifen", so Mascher. Hierzu gehörten auch die kostendeckende Finanzierung von bestehenden geriatrischen Rehabilitationseinrichtungen sowie deren bedarfsgerechter Ausbau und die Einrichtung von weiteren Pflegestützpunkten zur wohnortnahen und neutralen Beratung von Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen.

18. Dezember 2013

Sozialverband VdK Bayern erfährt viel Zuspruch

Jetzt 637 000 Mitglieder - 5 Prozent Bevölkerungsanteil

"Der Sozialverband VdK erfährt mehr Zuspruch denn je", so Michael Pausder, Landesgeschäftsführer des VdK Bayern, auf der Jahrespressekonferenz heute in München.
Allein im Jahr 2013 konnte der VdK in Bayern 45 000 Neuaufnahmen verzeichnen. Damit hat sich die Mitgliederzahl auf 637 000 erhöht. Das Durchschnittsalter der Neumitglieder beträgt 53 Jahre. Über 5 Prozent der gesamten bayerischen Bevölkerung - also vom Säugling bis zum Hochbetagten - sind Mitglied beim VdK. In Oberfranken sind sogar 8 Prozent der Bevölkerung im VdK organisiert. Pausder verwies auf eine im November von der Hans-Böckler-Stiftung veröffentlichte Studie mit dem Titel "Der Erfolg des Sozialverbands VdK - Wie sich ein Verband zum Mitgliedermagnet transformiert." Der letzte Satz in dieser wissenschaftlichen Untersuchung lautet: "Durch Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit erarbeitete sich der VdK ein Image als Helfer in der Not. Damit ist er für seine Mitglieder eine zweite Heimat."
"Unsere VdK-Berater in den Geschäftsstellen wissen: Der Papierkrieg mit Behörden kann existenzbedrohend sein. Diejenigen, die zum VdK kommen, setzen ihr Vertrauen in einen Partner, der ihnen in schwierigen Lebenslagen hilft", erklärte Pausder. 2013 hat der VdK über 170.000 sozialrechtliche Beratungen durchgeführt, 62.000 Anträge auf Sozialleistungen gestellt, 26.000 Widersprüche gegen Behördenbescheide eingelegt und 8.000 Klagen vor den Sozialgerichten begleitet. Dabei konnten für die Mitglieder Nachzahlungen in Höhe von 28 Millionen Euro in sozialrechtlichen Verfahren um Rente, Behinderung und Pflege erstritten werden.
Doch nicht nur bei seiner wichtigsten Dienstleistung, der Sozialrechtsberatung, ist der VdK Bayern auf der Erfolgsspur. Mit seiner großen Aktion zur Bundestagswahl "Die Kluft wächst - Endlich handeln" hat der VdK auch seine sozialpolitische Durchschlagskraft unter Beweis gestellt. Pausder: "Der VdK hat sich zu einer großen Bürgerbewegung für die kleinen Leute entwickelt. Dank seines Mitgliederwachstums ist der VdK in der Sozialpolitik derzeit so durchsetzungsfähig wie noch nie. Der Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD trägt auch die Handschrift des VdK." Verbesserungen bei Mütter- und Erwerbsminderungsrenten sowie die Einführung des Mindestlohns seien wichtige Kernforderungen des VdK zur Bundestagswahl gewesen, die die neue Bundesregierung nun aufgreifen wolle.

06.12.2013

Sozialverbände schlagen Alarm:

Über 100.000 Menschen drohen trotz Beitragsschuldenerlass auf ihren Krankenversicherungsschulden sitzen zu bleiben

Noch über 100.000 Menschen in Deutschland haben keinen Krankenversicherungsschutz und sind dennoch von erheblichen Beitragsschulden betroffen, befürchten die großen Sozial- und Wohlfahrtsverbände. Gemeinsam appellieren Der Paritätische Gesamtverband, der Sozialverband VdK und der Volkssolidarität Bundesverband an alle Menschen, die sich bislang nicht krankenversichert haben, dies unbedingt bis zum 31. Dezember 2013 nachzuholen, um noch von der bestehenden Regelung zum Beitragsschuldenerlass profitieren zu können.

?Alle Bürgerinnen und Bürger haben das Recht auf eine bezahlbare Krankenversicherung. Noch bis zum 31.12. können bisher Nichtversicherte vom befristeten Schulderlass profitieren. Wir raten den Betroffenen dringend: Melden sie sich bei ihrer letzten Krankenversicherung", so Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbandes VdK. ?Das Beitragsschuldengesetz bietet die Möglichkeit, in die Krankenversicherung einzutreten, ohne sich neu zu verschulden. Auch Familien, Freunde und Bekannte von Nichtversicherten werden deshalb gebeten, Betroffene auf diese Möglichkeit hinzuweisen", so Dr. Frank-Michael Pietsch, amtierender Präsident des Volkssolidarität Bundesverbandes.

Gleichzeitig wird dazu aufgerufen, die Regelung für den Beitragsschuldenerlass zu entfristen. ?Die geringe Beteiligung hat gezeigt, dass die Befristung keine Anreizwirkung hat. Wir brauchen deshalb eine Entfristung der Regelung, um das absurde Anhäufen von Beitragsschulden durch Nichtversicherte ein für allemal zu beenden", so Prof. Dr. Rolf Rosenbrock, Vorsitzender des Paritätischen Gesamtverbandes.
Hintergrund des gemeinsamen Appells ist die zum 31. Dezember 2013 auslaufende Regelung zum Beitragsschuldenerlass für Nichtversicherte. Seit 2007 besteht eine Versicherungspflicht in Deutschland.

Menschen, die bisher ohne Krankenversicherung waren, müssen in der Regel alle seit Einführung der Versicherungspflicht aufgelaufenen Beiträge nachbezahlen, selbst wenn sie bis heute keine Leistungen in Anspruch genommen haben. Mit dem so genannten Beitragsschuldengesetz, das zum 1. August 2013 in Kraft getreten ist, wurde eine befristete Regelung zum Erlass dieser Schulden getroffen. Diese können Betroffene jedoch nur noch bis zum 31. Dezember 2013 in Anspruch nehmen. Nach Schätzungen der Verbände haben nur wenige tausend Menschen die Regelung bisher in Anspruch genommen, über 100.000 Menschen sind dagegen noch immer ohne Krankenversicherung.

Der Paritätische Gesamtverband
Sozialverband VdK Deutschland
Volkssolidarität Bundesverband

Dr. Bettina Schubarth

27.11.2013

VdK zu Koalitionsvertrag: Absichtserklärungen müssen rasch Taten folgen


Der Sozialverband VdK Deutschland begrüßt die geplanten Vorhaben in der Sozialpolitik der künftigen Koalitionäre aus CDU/CSU und SPD im Großen und Ganzen. Die Schritte hin zu Verbesserungen bei Rente, Mindestlohn und Pflege müssen nun zügig umgesetzt werden."Hier sollten den schönen Plänen nun wirklich auch Taten folgen! Die soziale Spaltung im Land muss mit konkreten Maßnahmen überwunden werden", kommentiert Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland.

"Dass jetzt eine Besserstellung für Mütter erfolgen soll, die vor 1992 Kinder bekommen haben, ist ein Erfolg unserer langjährigen Überzeugungsarbeit", so Mascher. "Ein Rentenpunkt mehr für diese Mütter ist gut und wird den Frauen rund 28 Euro mehr im Monat bringen. Ziel bleibt jedoch die volle rentenrechtliche Gleichstellung mit den Müttern, die nach 1992 Kinder bekommen haben", betont Mascher. Der VdK bleibt bei seiner Forderung, die Kosten dieser familienpolitischen Leistung aus allgemeinen Steuermitteln und nicht alleine von den Beitragszahlern bezahlen zu lassen.

Der VdK sieht zur Verringerung der Kluft zwischen Arm und Reich richtige Ansätze im Koalitionspapier. Es ist erfreulich, dass der vom VdK immer wieder geforderte gesetzliche Mindestlohn nun eingeführt werden soll. "Hier muss nun schnell gehandelt werden. Zur Eindämmung der Altersarmut ist der Mindestlohn ein wichtiges Instrument. Wir haben in Deutschland schon zu lange gewartet, dass sich die Politik hier bewegt, zum Wohl vieler Geringverdiener", kritisiert Mascher.

Der VdK sieht sich beim Thema Altersarmut durch zwei aktuelle wissenschaftliche Studien bestätigt, die Deutschland international als Schlusslicht bei der Vermeidung von Armutsrenten sehen. Ulrike Mascher begrüßt daher die geplante Einführung der abschlagsfreien Rente mit 63 Jahren nach 45 Beitragsjahren. Grundsätzlich erwartet der VdK von der künftigen Großen Koalition das Rentenniveau stabil zu halten, um das Armutsrisiko im Alter dauerhaft zu verringern. Das Thema Altersarmut betrifft vor allem die Erwerbsminderungsrentner. "Es ist für diese Menschen ein Fortschritt, wenn die beabsichtigte Anhebung der Zurechnungszeit bei der Erwerbsminderungsrente zum 1. Juli 2014 um zwei Jahre, von 60 auf 62 Jahre, kommt", so Mascher. Zu den Abschlägen von 10,8 Prozent findet sich allerdings nichts im Koalitionsvertrag. "Die Erwerbsminderungsrentner dürfen von CDU/CSU und SPD nicht weiterhin mit der Beibehaltung der Abschläge bestraft werden. Sie müssen gestrichen werden!", fordert Mascher.

Die Absicht, die Situation der Pflegebedürftigen, ihrer Angehörigen und Menschen, die in der Pflege arbeiten, zu verbessern sieht der VdK positiv. Jedoch ist seit Jahren der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff ausgearbeitet, aber noch immer nicht umgesetzt. "Die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen warten schon zu lange auf Verbesserungen. Insbesondere für die Demenzkranken müssen die gesetzlichen Voraussetzungen jetzt schnell geschaffen werden, um sie endlich ins Pflegesystem einzubeziehen", betont Mascher.

Die vom VdK geforderte Abschaffung des Reha-Deckels soll laut Koalitionsvereinbarung nicht kommen. Die Deckelung anzuheben ist zwar besser als alles beim Alten zu lassen, hilft aber nicht langfristig. "Wir müssen als Land, das von der geistigen und körperlichen Fitness seiner Menschen lebt, mehr in die Reha investieren. Wir können es uns nicht leisten, hier am falschen Ende zu sparen. Jeder investierte Euro in die Reha ist eine Investition in die längere Leistungsfähigkeit der Menschen in Deutschland. Wir bleiben daher bei unserer Forderung, den Reha-Deckel abzuschaffen", mahnt Mascher.

Die künftige Bundesregierung steht in den zentralen gesellschaftlichen Bereichen Arbeit und Soziales vor entscheidenden Aufgaben für die Sicherung der Leistungsfähigkeit Deutschlands. Der VdK sieht richtige Ansätze zur Verbesserung bei den Themen Rente, Beschäftigung und Pflege. "Wir werden genau beobachten, ob die Große Koalition ihre Versprechen einhält. Sollte die künftige Regierung an Aufschieberitis zum Nachteil von Rentnern, chronisch Kranken oder Pflegebedürftigen kranken, dann wird der VdK mit seinen über 1,6 Millionen Mitgliedern und vielen Bündnispartnern das nicht stillschweigend hinnehmen", resümiert Mascher.

Cornelia Jurrmann

VdK-Zeitung - 25. Oktober 2013

"Ein Kind mit Behinderung erweitert den Horizont"

Ulrike Stemmer, Familienreferentin beim Sozialverband VdK, über die Herausforderungen, die Eltern von Kindern mit Handicap meistern

Kinder großzuziehen, ist nicht immer einfach. Für Eltern von Kindern mit Behinderung noch weniger. Sie sind nicht nur Eltern, sondern auch Pfleger, oft rund um die Uhr. Wie meistern die Familien ihren Alltag, und wo gibt es Hilfe?

Ulrike Stemmer, Familienreferentin beim VdK Bayern, gibt Antworten.

Welche Aufgaben und Schwierigkeiten erwarten Eltern eines Kindes mit Behinderung im Alltag?

Stemmer: Wer ein Kind mit Behinderung hat, muss seinen Alltag völlig neu organisieren. Die Eltern haben die Aufgabe, die oft sehr zeitaufwendige Pflege sowohl tags als auch nachts zu bewältigen, sie müssen sich mit ständigen Arztund Therapeutenbesuchen abfinden, eventuell die Wohnung umbauen oder sogar umziehen und viele bürokratische Hürden nehmen. Es ist unglaublich, wie viele Anträge Eltern behinderter Kinder stellen und wie sehr sie für ihre Rechte kämpfen müssen.

Ein psychischer Kraftakt für die Eltern.

Stemmer: Ja, das ist es. Die Eltern müssen erst einmal damit zurechtkommen, dass ihr Kind nie so sein wird beziehungsweise nach einem Unfall oder einer Krankheit nie wieder so sein wird, wie sie es sich gewünscht haben. Alles ist plötzlich offen, die Lebensperspektiven ändern sich schlagartig. Außerdem fühlen sich Mutter und Vater oft allein gelassen. Sie haben meist niemanden in der Familie oder im Freundeskreis, der in derselben Situation ist, also keine Vorbilder, an denen sie sich orientieren könnten. Es kann passieren, dass Familie und Freunde überfordert sind und sich zurückziehen. Es gibt aber auch Familien, die dann erst recht zusammenhalten und helfen.

Es gibt Menschen mit Behinderung, die ein Leben lang Betreuung brauchen. Was bedeutet das für deren Eltern?

Stemmer: Gerade bei Kindern mit geistigen Einschränkungen und Lernbehinderung hört die Verantwortung der Eltern im Prinzip nie auf. Sie können nicht davon ausgehen, dass ihr Kind mit 18 Jahren selbstständig sein Leben meistert. Doch nicht nur dieser lebenslangen Elternschaft müssen sie sich stellen, sondern auch dem schlechten Gewissen gegenüber nicht behinderten Geschwistern, denen sie häufig weniger Zeit und Aufmerksamkeit schenken können. Wichtig ist, sich hin und wieder gezielt Zeit für die Geschwister des Kindes mit Handicap zu nehmen. Das kann zum Beispiel einmal im Monat ein Ausflug sein. Hauptsache, die Kinder spüren, dass die Eltern sehen: "Ich bin auch noch da." Wenn ihnen die Gründe erklärt werden, verstehen sie meistens sehr gut, dass Vater und Mutter weniger Zeit für sie haben.

Müssen Eltern sich nicht auch einmal Zeit für sich nehmen?

Stemmer: Dringend. Nur wenn die Eltern Energie haben, können sie ihre Kinder unterstützen. Sie brauchen Zeit für sich, um neue Kraft für den Alltag zu schöpfen. Eltern müssen lernen, auch anderen Menschen zuzutrauen, sich um das Kind mit Behinderung zu kümmern. Denn das Kind kann sich auch an neue Bezugspersonen gewöhnen. Wenn die Großeltern oder andere Angehörige den Eltern das Kind nicht abnehmen können, gibt es beispielsweise den familienentlastenden Dienst, der ehrenamtliche Helfer in die Familien schickt. Sehr wichtig ist auch, dass sich beide Eltern für die Pflege des Kindes verantwortlich fühlen. Wenn der Vater zum Beispiel arbeitet und die Mutter unter der Woche für das Kind da ist, sollte sich der Vater am Wochenende Zeit nehmen. Das ist auch für eine gute Beziehung zum Kind grundlegend.

Welche Entscheidungen stehen an, wenn die Kinder im Kindergarten- und Schulalter sind?

Stemmer: Zuerst müssen Eltern sich überlegen, welche Möglichkeiten es gibt. Wollen sie, dass ihr Kind zusammen mit Kindern ohne Behinderung betreut wird, oder wollen sie das nicht? Im Kindergartenbereich gibt es verschiedene Konzepte, die sich anbieten. In der Schule wird es schon schwieriger. Da gibt es nur die Möglichkeit Förderschule oder Regelschule. Und wenn in der Regelschule die Rahmenbedingungen nicht stimmen, ist es schwierig, sein behindertes Kind dort unterzubringen.

Ist Inklusion in jedem Fall sinnvoll?

Stemmer: Das gemeinschaftliche, gleichberechtigte Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung ist oberstes Ziel. Teilhabe am gesellschaftlichen Leben muss selbstverständlich sein. Damit das möglich wird, müssen sich aber in vielen Fällen die Strukturen und Rahmenbedingungen deutlich verändern. Momentan können sich viele in Deutschland noch kaum vorstellen, wie Inklusion im Schulbereich flächendeckend funktionieren soll. Dabei machen uns die skandinavischen Länder und Südtirol vor, wie es geht.

Was macht die Eltern glücklich?

Stemmer: Das Leben mit einem Kind mit Behinderung ist nicht nur Zusatzarbeit und Stress, sondern auch eine Bereicherung. Viele Eltern, die ich kenne, wollen ihre Kinder um nichts in der Welt wieder hergeben. Denn ein Kind mit Behinderung erweitert den Horizont. Materielles und Erfolg werden zur Nebensache. Werte wie Zusammenhalt, Solidarität und Aufgeschlossenheit stehen im Vordergrund. Die Eltern haben gelernt, sich über die kleinen Dinge im Leben zu freuen.

"Wir Mütter haben vor 1992 dasselbe geleistet"

Ungerechtigkeit bei den Renten-Frauen, die vor 1992 Kinder geboren haben, erzählen ihre ganz persönliche Geschichte

Gibt es den richtigen Zeitpunkt, um Kinder zu bekommen? Rentenrechtlich schon: nach 1992. Denn Mütter, die vorher Kinder zur Welt gebracht haben, bekommen statt drei Jahren nur ein Jahr Erziehungszeit für die Rente angerechnet.

Das trifft die Frauen hart, die längst nicht die Betreuungsmöglichkeiten hatten, die Mütter heute haben. Mindestens drei Jahre zu Hause zu bleiben, war damals nicht nur völlig normal, sondern ging oft einfach nicht anders. Betroffene Frauen erzählen ihre Geschichte.

Kinderkrippen für unter Dreijährige? Gab es kaum. Schon gar nicht auf dem Land. Genauso wenig wie Ganztagskindergärten und Nachmittagsbetreuung in der Schule. "Wir Mütter waren praktisch gezwungen, uns zu Hause um unsere Kinder zu kümmern", blickt Gudrun Zahn aus dem unterfränkischen Kleinheubach auf ihre Zeit als junge Mutter zurück. 1975, 1978 und 1984 kamen ihre Kinder zur Welt. "Wir werden meiner Meinung nach doppelt bestraft, wenn wir nur eines statt drei Jahren Erziehungszeit rentenrechtlich anerkannt bekommen."

Fünf, zwölf und 14 Jahre alt waren ihre Kinder, als die gelernte Apothekenhelferin wieder ins Berufsleben einsteigen wollte. Eigentlich der perfekte Zeitpunkt. Doch es kam anders. Weil ihr Mann starb, war die damals 38-Jährige plötzlich alleinerziehend. Erst einige Jahre später konnte Gudrun Zahn wieder anfangen zu arbeiten. Ganz nebenbei brachte sie ihre zwei Töchter durchs Studium, den Sohn durch die Ausbildung und pflegte ihre Eltern ? bis sie selbst krank wurde und schließlich vergangenes Jahr vorzeitig in Rente ging. Die bittere Wahrheit: 230 Euro Rente bekommt die 62-Jährige. Ohne die kleine Witwenrente würde sie gar nicht über die Runden kommen. "Pro Kind drei Jahre angerechnet zu bekommen, würde mir sehr helfen", sagt sie. Das wären unterm Strich immerhin 168 Euro mehr im Monat, die sie zur Verfügung hätte.

Aber Gudrun Zahn ist keine, die jammert und nichts tut. Als VdK-Mitglied und Vorsitzende der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) in Kleinheubach setzt sie sich für gerechte Mütterrenten ein. "Frauen, die sich für Kinder entscheiden, geben dem Staat doch etwas zurück. Meine drei Kinder sind gute Steuerzahler."

Auch Marianne Keuschnig aus Rohrdorf bei Rosenheim hat vor 1992 drei Kinder großgezogen- neun Jahre lang blieb sie zu Hause. Das sei damals erstens nichts Außergewöhnliches gewesen und wäre zweitens nicht anders gegangen, sagt sie. Ihr Mann ging zur Arbeit, sie kümmerte sich um ihren Sohn und die zwei Töchter. Als auch die Jüngste in den Kindergarten kam, fing Marianne Keuschnig wieder an zu arbeiten. Mehr als zwölf Wochenstunden waren allerdings nicht drin. Zu Hause mussten nach Kindergarten und Schule nicht nur ihre Kinder versorgt werden, sondern auch ihr schwerbehinderter Schwager. 17 Jahre lang lebte er bis zu seinem Tod bei der Familie. "Am Schluss war die Pflege sehr aufwendig", erzählt die 57-Jährige. Trotzdem nahm sie zusätzlich ihre pflegebedürftige Schwiegermutter auf. Für Marianne Keuschnig selbstverständlich.

Drei Kinder, zwei Pflegebedürftige und eine Teilzeitstelle- eine unglaubliche Leistung. Sie lacht. Ja, einfach sei es nicht immer gewesen. Aber sie habe es gerne gemacht. Umso schlimmer, dass ihre Leistung für die Familie rentenrechtlich kaum anerkannt wird. Denn nicht nur die Kindererziehungszeiten, auch die Pflegezeiten machen sich auf ihrem Rentenkonto kaum bemerkbar.

Als ihre Schwiegermutter starb, machte sich Marianne Keuschnig mit knapp 50 Jahren auf die Suche nach einer zweiten Arbeitsstelle. Doch ihr Plan ließ sich vorerst nicht umsetzen. Dann übernahm die engagierte Rosenheimerin den VdK-Kreisvorsitz. "Damit war ich erst einmal gut ausgelastet", sagt sie und lacht. Erst vor einem Jahr, mit 56 Jahren, startete sie dann auch beruflich wieder durch: in der Verwaltung eines Tagungshauses. "Damit tue ich nicht nur was für mich, sondern auch für mein Rentenkonto." Trotzdem: Viel wird es nicht werden. "Ohne meinen Mann würde es im Alter sehr knapp werden."

Seit der Sozialverband VdK die Debatte um gerechte Mütterrenten in Deutschland forciert hat, kommt viel Zustimmung von Mitgliedern und Nichtmitgliedern für diesen Vorstoß. Auf den Veranstaltungen zur bundesweiten VdK-Aktion zur Bundestagswahl "Endlich handeln!" meldeten sich viele betroffene Mütter zu Wort und machten ihrem Unmut Luft. Auch in zahlreichen Zuschriften und Telefonaten stand die empörte Frage im Mittelpunkt: "Wo bleibt die Gerechtigkeit?"

Eine Leserin formuliert es so: "Ich empfinde es als große Ungerechtigkeit, dass mir meine Erziehungsleistung bei der Rente nicht angerechnet werden soll. Was unterscheidet uns ältere Mütter von den Müttern, die nach 1992 dieselbe Leistung erbracht haben?" Die meisten Frauen haben die Zeit mit ihren Kindern sehr positiv in Erinnerung, doch bleibt viel Bitterkeit, wenn sie heute auf ihr Rentenkonto schauen: "Wir mussten viele Einbußen und geringe Bezahlung hinnehmen. Ich empfinde das als diskriminierend", schreibt eine andere Leserin. Auf dem VdK-Auftritt von Facebook solidarisiert sich auch ein Mann mit den Müttern: "Gerade die Mütter vor 1992 haben die meisten Kinder in die Welt gesetzt. Warum sollten sie fast leer ausgehen?"

Caroline Faltus

VdK: Ältere im Gesundheitssystem nicht benachteiligen

27.08.2013 - "Ältere Menschen, die oft an mehreren Krankheiten leiden, dürfen im Gesundheitssystem nicht benachteiligt werden. Sie sind besonders auf medizinische Leistungen angewiesen?. Das erklärte die Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, Ulrike Mascher, anlässlich des heute vom Bundesversicherungsamt (BVA) veröffentlichten Tätigkeitsberichts 2012. Das BVA mahnt darin das Vorgehen einiger Krankenkassen an, vorrangig einkommensstarke und gesunde Versicherte für eine Mitgliedschaft zu gewinnen, beziehungsweise ältere oder kranke Versicherte aus der Krankenkasse herauszudrängen.

"Seit Jahren ist bekannt, dass für diese unhaltbare und diskriminierende Entwicklung unter anderem ein unzureichender Finanzausgleich zwischen den Krankenkassen verantwortlich ist. Dieser muss endlich korrigiert werden?, forderte Mascher. Sonst würde der Wettbewerb zwischen den Kassen vor allem auf dem Rücken von älteren, chronisch kranken und pflegebedürftigen Versicherten ausgetragen.

Der sogenannte morbiditätsorientierte Risikostrukturausgleich (Morbi-RSA) zwischen den gesetzlichen Krankenkassen, der seit 2009 auch die Krankheit der Versicherten berücksichtigt, sollte ursprünglich die unterschiedlichen Versichertenstrukturen der einzelnen Kassen ausgleichen, damit ein fairer Wettbewerb um eine gute Versorgung entstehen kann. In einem Gutachten hat der wissenschaftliche Beirat des Bundesversicherungsamts bereits 2011 einen Methodenfehler festgestellt, der dazu führt, dass die Kosten im Sterbejahr nur unvollständig berücksichtigt werden und sich daraus für ältere Versicherte erhebliche Unterdeckungen und für jüngere Versicherte erhebliche Überdeckungen ergeben. Im Wettbewerb der Krankenkassen besteht deshalb ein Anreiz, ältere Versicherte gar nicht erst aufzunehmen oder durch restriktive Leistungsgewährung zu vergraulen. Das Bundesgesundheitsministerium hat eine Änderung des Risikostrukturausgleichs bisher verhindert.

Cornelia Jurrmann

VdK-Internet-TV
Filmrolle

VdK-Internet-TV

Bewegte Bilder im VdK-Internet-TV

Besuchen Sie auch unser VdK-Internet-TV, das Videoportal des Sozialverbands VdK Deutschland und seiner Landesverbände. Unter der Internet-Adresse www.vdktv.de können sich alle Interessierten über 100 Filmbeiträge rund um die VdK-Themen Sozialrecht, Sozialpolitik, Service, Barrierefreiheit, Ehrenamt, VdK-intern, Sport und Gesundheit anschauen. Link zu VdK-Internet-TV: VdK-TV

Die VdK Bezirksgeschäftsstelle Oberfranken