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VdK Bezirksgeschäftsstelle Oberfranken

Grossveranstaltung zur Bundestagswahl

Wir laden Sie herzlich ein.

Die Kreisverbände setzen Busse ein. Bitte erkundigen Sie sich vor Ort.

Einladung zur VdK Grossveranstaltung© Bezirk Ofr

VdK-Aktion zur Bundestagswahl

VdK-Aktion zur Bundestagswahl - Soziale Spaltung stoppen! "Soziale Spaltung stoppen!" lautet das Motto der VdK-Aktion zur Bundestagswahl 2017. Trotz der großen Wirtschaftskraft wächst die soziale Kluft in Deutschland immer weiter. Der Sozialverband VdK fordert einen Kurswechsel in der Sozialpolitik und präsentiert seine Forderungen zur kommenden Wahl.
Zur Aktions-Website des VdK Bayern Großveranstaltungen in Bayern

Mit seiner Aktion zur Bundestagswahl fordert der Sozialverband VdK nachhaltige Reformen

Deutschland droht zu zerreißen. Das symbolisiert der Schriftzug der VdK-Aktion zur Bundestagswahl. Mit dem Motto "Soziale Spaltung stoppen!" formuliert der Sozialverband seine Kernforderung an die Kandidatinnen und Kandidaten, die sich am 24. September zur Wahl stellen.

© VdK

Über 16 Millionen Menschen sind in Deutschland von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht. "Trotz der großen Wirtschaftskraft wächst die soziale Kluft in Deutschland immer weiter", warnt Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland. Wie kaum ein anderer Interessenverband konnte der VdK in den letzten Jahren sozialpolitisch wichtige Weichen stellen.

Die Anhebung der Mütterrente, die Fortschritte bei der Erwerbsminderungsrente, die Verbesserungen für Demenzkranke durch die Pflegereform oder die Einführung des Mindestlohns: Den Anstrengungen des mitgliederstarken Sozialverbands VdK ist es mit zu verdanken, dass diese Gesetzesänderungen durchgesetzt werden konnten. Der VdK wird auch weiterhin keine Ruhe geben. "Es gibt noch etliche Baustellen in der Sozialpolitik, an der auch die nächste Bundesregierung mit Nachdruck arbeiten muss", erklärt Mascher.

Daher werde sich der Sozialverband VdK in den kommenden Monaten aktiv in den Bundestagswahlkampf und in die noch vorher anstehenden Landtagswahlkämpfe einschalten. Denn: "Der Kurswechsel für eine sozial gerechte Gesellschaft ist noch lange nicht vollzogen", so die VdK-Präsidentin. Der Sozialverband VdK hat deshalb zu den Themen Rente, Gesundheit, Pflege, Behinderung und Armut Kernforderungen aufgestellt und Vorschläge zur Finanzierung einer solidarischen Sozialpolitik gemacht.

Gerade in der Rentenpolitik gibt es auch für die neue Bundesregierung genug zu tun. "Oberstes Ziel muss sein, Altersarmut zu bekämpfen", fordert Ulrike Mascher. Seit Jahren werden Rentenbezieher immer mehr abgehängt. Das Rentenniveau darf deshalb nicht weiter sinken. Die Kürzungsfaktoren in der Rentenformel müssen abgeschafft werden, damit die Renten wieder parallel zu den Löhnen steigen. Weitere Maßnahmen gegen Altersarmut sind die Abschaffung der Abschläge für Erwerbsminderungsrentner, die vollständige Angleichung der Mütterrenten, ein Freibetrag für Grundsicherungsbezieher und höhere Renten für Bezieher von Niedrigeinkommen.

Von der Gesundheitspolitik erwartet der Sozialverband VdK die Entlastung der Versicherten. Konkret müssen die unsozialen Zusatzbeiträge abgeschafft und die solidarische Finanzierung wieder eingeführt werden, fordert der VdK. In der Pflegepolitik gibt es zwar Fortschritte, dennoch muss noch viel mehr für Pflegebedürftige, pflegende Angehörige und Pflegekräfte getan werden, so der VdK. "Wir brauchen bezahlbare Pflegeleistungen und Finanzierungshilfen für den Wohnungsumbau", erklärt Mascher.

Auch in Sachen Inklusion fehlen noch wichtige Bausteine für das gleichberechtigte Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung. Schule, Arbeitsmarkt und Barrierefreiheit sind Themen, "bei denen die Politik mehr Gas geben muss", sagt die VdK-Präsidentin. Eine neu ausgerichtete Arbeitsmarktpolitik muss das soziale Abrutschen von immer mehr Bevölkerungsgruppen stoppen.

Minijobs sowie Zeit- und Leiharbeit müssen eingedämmt, der Mindestlohn muss angehoben werden. Zudem brauchen Familien und Menschen mit weniger Einkommen günstigen Wohnraum. "Unsere Forderungen sind nicht utopisch, sie sind notwendig und bezahlbar. Soziale Balance schafft inneren Frieden und muss durch eine sozial gerechte Steuerpolitik finanziert werden", stellt Ulrike Mascher klar.

Termine der Großveranstaltungen in Bayern

An diesen Terminen stehen die Politikerinnen und Politiker, die sich zur Wahl stellen, dem VdK Rede und Antwort:

Samstag, 1. Juli:
Unterfranken, Stadthalle Lohr, Beginn 10.30 Uhr

Freitag, 14. Juli:
Niederbayern, Stadthalle Deggendorf, Beginn 15 Uhr

Samstag, 15. Juli:
Oberpfalz, Max- Reger-Halle, Weiden, Beginn 11 Uhr

Mittwoch, 19. Juli:
Mittelfranken, Meistersingerhalle (kleiner Saal), Nürnberg, Beginn 16 Uhr

Freitag, 21. Juli:
Oberbayern, Stadthalle Germering, Beginn: 14.30 Uhr

Samstag, 22. Juli:
Schwaben, Stadthalle Wemding, Beginn 13 Uhr

Samstag, 29. Juli:
Oberfranken, Kongresshaus Rosengarten, Coburg, Beginn 10 Uhr

Infos erhalten Sie bei den Kreisgeschäftsstellen. Wir freuen uns über Ihr Kommen und leidenschaftliche Diskussionen!

"Man muss viel kämpfen, aber es lohnt sich"


Heidi Lungmus hat ihre Tochter Allegra auf eine Regelschule geschickt - Das ist nicht immer einfach

Allegra malt mit dem Band Kringel in die Luft. Sie mag Sport, und wenn ihr das Band mal herunterfällt, helfen ihr die Mitschüler und heben es auf.© Annette Liebmann

Mit der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) in Deutschland haben Kinder mit Behinderung das Recht, auf eine Regelschule zu gehen. VdK-Mitglied Heidi Lungmus aus Ottobrunn bei München hat diese Chance für ihre Tochter genutzt: Allegra besucht mittlerweile die vierte Klasse der örtlichen Grundschule.

Es ist 12.10 Uhr. Für die Viertklässler der Grundschule an der Lenbachallee in Ottobrunn geht gleich die Sportstunde los. "Allegra, Allegra, darf ich mit dir fahren?" Das zehnjährige Mädchen mit dem geblümten Kleid ist umringt von Mitschülerinnen, die alle Aufzug fahren wollen. Allegra, die mit einer Querschnittslähmung geboren wurde, sitzt in einem Kinderrollstuhl und darf bis zu zwei Schüler mitnehmen. Schließlich geht es jetzt zwei Stockwerke tiefer, denn die Turnhalle befindet sich im Erdgeschoss des Nebengebäudes.

Die Grundschule ist fast komplett barrierefrei. Die Schwellen an den Eingängen wurden beseitigt, die Türen zu den Klassenzimmern verbreitert. Es gibt eine Toilette für Rollstuhlfahrer und einen Lift vom Keller bis in den zweiten Stock. Lediglich der Zugang zu den Garderoben im Altbau ist nicht breit genug, und das Hallenbad im Keller unter der Turnhalle ist für Allegra nicht erreichbar.

Doch heute steht nicht Schwimmen, sondern Turnen auf dem Stundenplan: Klassenleiterin Kristina Biebl und Lehrerin Julia Schwarz lassen die 18 Schülerinnen und Schüler mit Bändern üben. "Wenn die Musik stoppt, kehrt ihr alle in den Kreis zurück", erklärt Schwarz und deutet auf das Rund in der Mitte des Hallenbodens. Zu einem französischen Walzer springen die Kinder durch den Raum und lassen die Bänder flattern. Auch Allegra setzt ihren Rollstuhl in Bewegung und malt orange Kringel, Schleifen und Spiralen in die Luft. Ein paar Mal fällt das Band herunter. Dann ist schnell eine Mitschülerin da, die es aufhebt und ihr zurückgibt.

Ganz so einfach wie für die anderen Kinder ist das Üben für sie allerdings nicht: Mal verheddert sich das Band im Rollstuhl, mal scheint es, als würde es ein Eigenleben führen. Dennoch mag die Zehnjährige Sport, auch in ihrer Freizeit. Einmal in der Woche geht sie zum Rollstuhl-Basketball. In der Schule sind ihre Lieblingsfächer Musik, Kunst, Deutsch, Heimat- und Sachkunde sowie Mathe. Allegra ist eines von insgesamt vier Kindern mit Behinderung an der Schule- derzeit das einzige, das in einem Rollstuhl sitzt.

Im Landkreis München gibt es keine Grund- oder Mittelschule mit dem Profil Inklusion. Das ist durchaus so gewollt: Kinder mit Behinderung sollen nicht alle in die gleiche Bildungseinrichtung gehen, sondern sich auf den gesamten Landkreis verteilen. Kinder mit und ohne Behinderung sollen in sämtlichen Grundschulen gemeinsam unterrichtet werden. "Ich wollte, dass mein Kind vor Ort in die Schule geht, damit es hier Freunde findet", sagt Allegras Mutter Heidi Lungmus. Sie ist selbst Lehrerin und engagiert sich seit vielen Jahren für Barrierefreiheit und Inklusion.

In der Förderschule befänden sich Kinder in einer Art "Komfortzone" und würden nicht auf das Leben vorbereitet, glaubt sie. Sie hat erlebt, dass es bei der Umsetzung von Inklusion an Schulen oft Unsicherheiten und Bedenken gibt: "Man muss sich viel mit Ängsten auseinandersetzen und kämpfen." Im Rückblick habe sich jedoch die Entscheidung, Allegra auf eine Regelschule zu schicken, als richtig erwiesen: "Es ist anstrengend, aber es lohnt sich."

Wie es nach der vierten Klasse weitergeht, ist noch offen. Heidi Lungmus möchte, dass ihr Kind weiterhin in eine Regelschule geht. Doch während es in den ersten Schuljahren meist gut gelingt, die Unterschiede der Kinder zu berücksichtigen, herrscht an den weiterführenden Schulen das Leistungsprinzip. Wer nicht mithält, steigt ab in die Mittel- oder Förderschule.

Professor Dr. Clemens Dannenbeck von der Hochschule Landshut ist überzeugt, dass dieser Bruch im Widerspruch zur Umsetzung der UN-BRK steht: "Es ist widersinnig, Inklusion in der Grundschule noch zu tolerieren und im weiteren Bildungsverlauf dann als nicht praktikabel anzusehen." Das derzeitige Schulsystem spiegele die Gesellschaft wider und reproduziere sie ? ohne dass dies kritisch hinterfragt werde.

Annette Liebmann

Festakt zum 70. Geburtstag

Seehofer und Reiter gratulieren dem Sozialverband VdK Bayern

Der Sozialverband VdK Bayern hat heute im voll besetzten Hubertussaal des Nymphenburger Schlosses sein 70-jähriges Gründungsjubiläum gefeiert. Zu den vielen geladenen Ehrengästen gehörten unter anderem der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer, Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter, die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung und VdK-Landesvorstandmitglied, Verena Bentele, Landtagspräsidentin Barbara Stamm und Sozialministerin Emilia Müller.

VdK-Landesvorsitzende Ulrike Mascher (Zweite von links) und VdK-Landesgeschäftsführer Michael Pausder (links) begrüßen den bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer (Zweiter von rechts) zum Festakt.© Annette Liebmann

Auf das Erreichte kann der VdK Bayern stolz sein. Dem Sozialverband, der am 4. Dezember 1946 in München gegründet wurde, gehören etwa 660.000 Mitglieder an. Längst ist aus der ehemaligen Kriegsopferorganisation ein moderner Sozialverband geworden. Damals wie heute setzt sich der VdK für seine Mitglieder ein: als kompetenter Dienstleister in der Sozialrechtsberatung und als starker sozialpolitischer Interessenvertreter.

In seiner Festrede gratulierte Ministerpräsident Seehofer dem VdK herzlich. Er bezeichnete den Verband als das "Gesicht des Sozialstaats Bayern". "Der Gedanke der Hilfe war von Anfang an der Kompass des VdK", sagte Seehofer. Es gehe dem Verband darum, den Menschen zu ihrem Recht zu verhelfen. Der Sozialverband VdK sei eine "Schutzmacht der kleinen Leute", so Seehofer. "Der VdK feiert zwar seinen 70. Geburtstag, aber dieser VdK ist eine ganz moderne Organisation mit einer schlagkräftigen Mannschaft."

VdK-Landesvorsitzende Ulrike Mascher wies in ihrer Rede auf die zentrale Bedeutung der sozialpolitischen Interessenvertretung hin: "Sozialpolitik ist nichts Abstraktes. Entscheidungen in der Renten-, Gesundheits-, Pflege- oder Behindertenpolitik betreffen die Menschen unmittelbar. An unseren Mitgliedern sehen wir, welche Auswirkungen aktuell beispielsweise das sinkende Rentenniveau, die steigenden Zusatzbeiträge in der Krankenversicherung oder ein zu knapp bemessener Grundsicherungssatz haben. Soziale Gerechtigkeit ist deshalb für uns kein theoretisches Konstrukt, sondern ein ganz konkretes Ziel, für das wir uns politisch einsetzen. Das ist heute nicht anders als vor 70 Jahren."

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  1. Einladung Grossveranstaltung | © Bezirk Ofr
  2. Plakatmotiv zur VdK-Aktion "Soziale Spaltung stoppen!" zur Bundestagswahl. Ein Riss geht durch die Schrift "Soziale Spaltung stoppen!". | © VdK
  3. Button Soziale Spaltung | © VdK
  4. Allegra malt mit dem Band Kringel in die Luft. Sie mag Sport, und wenn ihr das Band mal herunterfällt, helfen ihr die Mitschüler und heben es auf. | © Annette Liebmann
  5. VdK-Landesvorsitzende Ulrike Mascher und VdK-Landesgeschäftsführer Michael Pausder begrüßen den bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer zum Festakt. | © Annette Liebmann
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