Wohnen im Alter

Dass „Wohnen im Alter“ ein sehr weit gefasstes Thema ist, zeigte sich bei der Sitzung des Sozia­lpolitischen Ausschuss (SoPoA) des VdK Berlin-Brandenburg am 7. März 2019. Es bildet den inhaltlichen Schwerpunkt des Ausschusses im kommenden Jahr.

Hier spiegeln sich die großen gesellschaftlichen Aufgaben wider: steigende Mieten bei sinkenden Einkommen und sinkende Mobilität bei zunehmendem Alter, leider auch mit häufig zunehmender Behinderung. Der bestehende Pflegenotstand und die Ablehnung sta­tionärer Einrichtungen befeuern die Problematik. Hinzu kommen Probleme, die man auf den ersten Blick nicht mit der Wohnsituation in Verbindung bringen würde: Viele vereinsamen, die Mobilität ist eingeschränkt. Schnell werden die eigenen vier Wände zu einem Gefängnis der Umstände, Einsamkeit und Depressionen sind die Folgen.

Alternative Wohnformen

Andererseits aber leben wir in einer pluralistischen Gesellschaft, in denen alternative Wohnformen zum Alltag gehören. Andere Länder, wie Großbritannien, haben eine „Einsamkeitsministerin“ ernannt und erklären auf Regierungsebene dieser „generationsübergreifenden Herausforderung“ den Kampf. Auch in Berlin und Brandenburg gibt es bereits nennenswerte Projekte wie Mehrgenerationen-WGs.
Darüber hinaus werden immer mehr Menschen immer gesünder älter. Dies gibt uns die Chance, beizeiten die Probleme zu benennen und entsprechende Konzepte zu entwickeln. All diesen Herausforderungen stellt sich auch der SoPoA des VdK Berlin-Brandenburg. Die VdK-­Experten Lars Hemme (EUTB) und Christine Gas­zczyk (Hilfsmittelberatung) schilderten dabei die ganz realen Probleme, eine barrierefreie Wohnung zu finden, die möglicher­weise auch rollstuhlgerecht ist, und wiesen auf Schwierigkeiten bei der behindertengerechten Anpassung einer Wohnung hin. Dies beginnt mit fehlenden Zuschüssen in Berlin und geht weiter über gedeckelte Beträge für Wohnumfeld verbessernde Maßnahmen durch die Pflegekassen. Schnell wurde klar, dass seniorengerechtes Wohnen eine Kombination aus Barrierefreiheit, Mobilität und privatem Engagement, wie Nachbarschaftlichkeit, sein muss. Bedarfe sind in den großen Metropolen wie Berlin andere als im Flächenland Brandenburg. An diesen Aufgaben wird der SoPoA auch in Zukunft weiter arbeiten.

Henrike Weber

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