Drei Fragen an Ria Schneider

Im Gespräch mit der Geschäftsführerin der VdK-Tochterfirma tandem BTL gGmbH, Ria Schneider.

"Kinder-und Jugendhilfe ist mein Hauptthema, mein ganzes Berufsleben hindurch", Ria Schneider, Geschäftsführerin der tandem BTL gGmbH | © VdK

Was ist Ihr erstes Resümee nach acht Monaten als Geschäftsführerin bei der tandem BTL?

Bei der tandem BTL finde ich sehr viel Fachlichkeit und sehr viel Engagement der Mitarbeitenden vor und eine starke Motivation zur Weiterentwicklung. Das begeistert mich und gibt Kraft, die großen Herausforderungen der nächsten Jahre anzupacken.

Wir haben uns für 2019 Arbeitsschwerpunkte gesetzt wie die Fachkräftegewinnung, das Weitergehen auf dem inklusiven Weg und ein besonderes Augenmerk auf den Schutz von Kindern und Jugendlichen gelegt. So ist sehr schnell das Projekt „Inklusiver Kinderschutz“ entstanden. Wir wollen schauen, wo bei Kindern mit Behinderungen die Grenzen sind zwischen Schutzbedürftigkeit und Selbstständigkeit. Was heißt Kinderschutz in diesem Kontext? Wie können wir dies mit unseren Fachkräften entwickeln und wie können wir Eltern stärken?

Den Bereich Weiterbildung finde ich persönlich auch sehr wichtig, denn außer der Gewinnung von Fachkräften benötigen wir in unseren Arbeitsfeldern Seminare und Qualifizierungsmöglichkeiten, nicht zuletzt für die zahlreichen Quereinsteiger/-innen. Indem wir selbst Fort- und Weiterbildungen als Träger anbieten, können wir zeit- und praxisnah auf den Bedarf reagieren.

Wie wichtig sind Netzwerke für Ihre Arbeit?

Netzwerke sind sehr wichtig. Das ist ganz einfach: Ein einzelner Faden kann reißen, ein Netz ist stärker. Wir brauchen diese Stärke in den kommenden Jahren dringend, innerhalb des VdK, zwischen den Trägern und im Zusammenwirken mit unserem Dachverband, dem Paritätischen Berlin. Ich sehe hier auch das vielfältige Engagement im VdK Landesverband und in der VdK-Gruppe und freue mich darauf, dieses Netzwerk sowohl stärker zu nutzen, als auch mit weiterzuentwickeln. Und angesichts des bevorstehenden internationalen Frauentages setze ich dazu natürlich auch auf viel Frauenpower!

Sie kommen aus der Kinder- und Jugendhilfe?

Kinder-und Jugendhilfe ist mein Hauptthema, mein ganzes Berufsleben hindurch. Ich habe zuerst Sozialpädagogik studiert, dann soziales Management und BWL. Immer mit dem Ziel, in diesem Bereich Dinge zu bewegen, Rahmenbedingungen für Kinder und Jugendliche zu verbessern und dazu beizutragen, dass Familien in ihren Ressourcen unterstützt werden, um zu mehr Chancengerechtigkeit, zu mehr Förderung, zu mehr Teilhabe beitragen zu können. Das begleitet mich von meinen ersten Tätigkeiten als Sozialarbeiterin bis jetzt in den letzten 20 Jahren in den leitenden und geschäftsführenden Aufgaben.

Ria Schneider ist seit dem 1. Juni 2018 Geschäftsführerin der VdK-Tocher tandem BTL gGmbH und ist Mitglied im Fachbeirat des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Berlin.

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