26. November 2014
VdK-Zeitung Archiv

Inklusion ist mehr als Barrierefreiheit

VdK Bayern präsentiert sich auf der ConSozial – Verena Bentele am VdK-Stand

Mehr als 5000 Besucher kamen 2014 zur ConSozial, der Fachmesse des Sozialmarkts. Auf Einladung des VdK Bayern, der in der Programmkommission mitwirkt, waren diesmal die Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Verena Bentele, und der Krückentänzer Dergin Tokmak in Nürnberg zu Gast. Im Messebereich präsentierten sich der VdK-Landesverband, die Dimetria-VdK gGmbH und das BTZ Straubing.

Das BTZ Straubing und die Dimetria-VdK gGmbH informierten auf der ConSozial an einem gemeinsamen Stand über ihre Arbeit. | © Liebmann

„Ist Inklusion eine Paradies-Metapher?“ Diese provokative Frage stellte Nürnbergs Oberbürgermeister und Städtetagspräsident Dr. Ulrich Maly als Gastredner der ConSozial auf der Eröffnungsveranstaltung im Messezentrum Nürnberg. Die Vorstellung eines selbstverständlichen Miteinanders aller Menschen, ob mit oder ohne Behinderung, werde viel zu oft auf ein paar Aspekte reduziert. Oft verstehe man unter Inklusion einfach Barrierefreiheit.

Doch man dürfe bauliche Normen nicht mit gesellschaftlichen Maximen gleichsetzen. Viel wichtiger sei ein neues gesellschaftliches und politisches Grundverständnis. So forderte Oberbürgermeister Maly einen glaubhaften und verstärkten Einsatz der Staatsregierung für ein inklusives Schulsystem. Bisher ziehe man sich viel zu oft auf das Haushaltsargument zurück, weil die individuelle Unterstützung von Kindern mit Behinderung in der Regelfinanzierung nicht enthalten ist.

Den Kita-Kongress, der am zweiten Tag der ConSozial stattfand, eröffnete Verena Bentele, Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung. Bentele sagte, sie sehe in den Kitas eine große Chance für den Aufbau einer inklusiven Gesellschaft. Aus eigener Erfahrung weiß sie: „Wenn Kinder gemeinsam aufwachsen, haben sie einen anderen Blick auf Behinderung.“ Ganz schnell verliere diese dann an Bedeutung, das mache Platz für eine Wahrnehmung von Vielfalt und Normalität. Menschen mit Behinderung erwarteten nichts „Besonderes“ von der Gesellschaft, sagte Verena Bentele: „Sie wollen nur wie alle Menschen nach ihren Möglichkeiten gefördert werden.“ Derzeit würden sie noch zu wenig unterstützt, einen erfolgreichen beruflichen Weg einzuschlagen.

Auftritt von Dergin Tokmak

Besuch am VdK-Stand auf der ConSozial (von links): VdK-Bezirksgeschäftsführer Günther Schweiger, die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung, Verena Bentele, und VdK-Landesgeschäftsführer Michael Pausder. | © Schubarth

Im Begleitprogramm der ConSozial wirbelte der Krückentänzer Dergin Tokmak mit einer eigenen Choreografie über die Bühne und riss auch das Publikum mit. Das VdK-Mitglied war auf Einladung des VdK Bayern zu Gast. VdK-Mitglied Verena Bentele war ebenfalls auf Einladung des VdK Bayern nach Nürnberg gekommen. Dem VdK-Messestand stattete sie einen Besuch ab. Mit einem eigenen Messestand vertreten war auch die Dimetria-VdK gGmbH und das BTZ Straubing.

Insgesamt 227 Aussteller, darunter soziale Einrichtungen, Dienstleister und Verbände, informierten an zwei Tagen über ihr Angebot. Neu war das Tandem-Konzept, bei dem Vertreter sozialer Einrichtungen und Wirtschaftsunternehmen ihre Projekte vorstellen. So hatten zum Beispiel die Flughafen München GmbH (FMG) und die Lebenshilfe Freising einen gemeinsamen Stand und stellten das Praktikumsprogramm für Jugendliche mit Lernschwierigkeiten vor.

ali/bsc

Schlagworte Inklusion | Barrierefreiheit | ConSozial | Messe | Dergin Tokmak | Verena Bentele | Menschen mit Behinderung

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