11. Juli 2014
VdK-Zeitung Archiv

1954 und 1974: Deutschland ist Fußball-Weltmeister!

Als es im Fußball noch Wunder gab und Fritz Walter, Helmut Rahn und Franz Beckenbauer zu Sportlegenden wurden

Vor genau 60 Jahren, am 4. Juli 1954, steht ganz Westdeutschland Kopf: In einem dramatischen Finale besiegt die Fußballnationalmannschaft mit 3:2 den Favoriten Ungarn und sichert sich den ersten Weltmeistertitel.

Fast auf den Tag genau 20 Jahre später gewinnt das Nationalteam um „Kaiser“ Franz Beckenbauer zum zweiten Mal die Fußball-WM – diesmal im eigenen Land. Bis heute gilt das „Wunder von Bern“ als eines der wichtigsten Sportereignisse der Nachkriegszeit. Den Menschen in der noch jungen Bundesrepublik geht es allmählich besser, sie haben eine neue Währung und eine Verfassung, aber noch kein Selbstbewusstsein. Das sollte sich an diesem 4. Juli 1954 ändern.

Die deutsche Nationalmannschaft, die erstmals seit dem Krieg wieder teilnehmen darf, gilt als Außenseiter des Turniers. In der Vorrunde verliert die „Herberger- Elf“ 8:3 gegen Gruppengegner Ungarn. Trotzdem kommen die Deutschen durch Siege gegen Jugoslawien und Österreich weiter. Zum Finale – wieder gegen die Ungarn – sind 5000 deutsche Fußballfans nach Bern gereist. Sie müssen mitansehen, wie das Team von Helmut Rahn und Kapitän Fritz Walter in den ersten acht Minuten zwei Tore kassiert. Doch die Deutschen kämpfen sich in das Spiel zurück. In der zehnten Minute schießt Max Morlock das Anschlusstor, keine sechs Minuten später fällt das Tor zum Ausgleich. In der 84. Minute erzielt Rahn das 3:2. Die Menschen jubeln. Sie sind wieder wer.

Auf ihrem Weg im Zug zurück nach Deutschland wird die Mannschaft euphorisch bejubelt. Tausende Menschen säumen die Bahnstrecke, um ihren „Helden“ zu gratulieren. Eher mager nach heutigen Maßstäben fällt die Siegprämie aus: Jeder Spieler erhält 1000 Mark und zusätzliche 200 Mark pro Einsatz. Die Weltmeisterschaft 1974 in Deutschland wird im Fernsehen erstmals in Farbe übertragen. Die Siegprämie ist deutlich höher als 1954: Es gibt 60 000 Mark und einen VW Käfer. Doch auch bei dieser WM muss das Team von Bundestrainer Helmut Schön bereits in der Vorrunde einen herben Rückschlag einstecken: Im deutsch-deutschen Duell blamiert die DDR die Bundesrepublik und gewinnt mit 1:0.

Es folgt ein Donnerwetter von Kapitän Franz Beckenbauer, der nicht nur die Mannschaftskameraden, sondern auch den Trainer ins Gebet nimmt. Mit Erfolg: Durch die geänderte Aufstellung und Taktik schlägt die bundesdeutsche Nationalmannschaft nacheinander die Teams von Jugoslawien, Schweden und den Mitfavoriten Polen. 0:1 nach 63 Sekunden Im Finale am 7. Juli 1974 im Münchner Olympiastadion trifft die Elf auf das Team der Niederlande, das seine Fans mit temporeichem und attraktivem Fußball begeistert hat. Schnell fällt das erste Tor – bereits nach einer Minute sind die Deutschen im Rückstand. Doch sie kämpfen sich ins Spiel zurück, erzielen per Foulelfmeter den Ausgleich, und noch vor der Pause schießt Gerd Müller das 2:1.

Deutschland wird zum zweiten Mal Weltmeister – diesmal sogar im eigenen Land. Herausragender Spieler des Turniers ist Franz Beckenbauer. Er sollte später als Teamchef noch einmal entscheidend dazu beitragen, dass die Deutschen ein drittes Mal den Weltmeistertitel holen: bei der WM 1990 in Italien. Von den „Helden von Bern“ leben inzwischen nur noch Hans „de Knoll“ Schäfer und Horst Eckel, der Jüngste der Mannschaft. Die Weltmeister von 1974, Franz Beckenbauer, Sepp Maier, Gerd Müller, Paul Breitner & Co., halten viele auch heute noch für das beste deutsche Team aller Zeiten.

Annette Liebmann

Schlagworte Fußball

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