2. Juli 2014
VdK-Zeitung Archiv

Mit sicheren Passwörtern im Internet

Damit sensible Daten geschützt sind, sollten einige Regeln beachtet werden

Ob Online-Versandhandel, E-Mail-Konto oder Bankgeschäfte – für viele Dienstleistungen im Internet muss man sich anmelden. Damit die gespeicherten persönlichen Angaben geschützt sind, wird ein Passwort verlangt. Doch das sollte sorgfältig ausgewählt sein.

Was den Umgang mit Passwörtern angeht, sind die Deutschen ziemlich sorglos. Das hat eine Umfrage des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ergeben. Gerne werden simple Begriffe oder Namen verwendet. „Beliebt sind Geburtstage und Vor- oder Kosenamen. Leider macht man es dadurch Unbefugten unnötig leicht, das Kennwort herauszufinden“, weiß Anneke Voß von der Verbraucherzentrale Hamburg e. V.

Die Folgen: „Wenn jemand auf meine Online-Konten Zugriff hat, könnte er auf meine Kosten einkaufen, private Post lesen und in meinem Namen E-Mails verschicken“, warnt die Juristin. Daher rät sie zu einem vorsichtigen Umgang mit vertraulichen Daten: „Sensible Angaben wie Name, Adresse, Geburtsdatum und Bankzahlen sollten in jedem Fall durch ein gutes Kennwort geschützt sein.“

Mindestens zwölfstellig

Doch was zeichnet ein sicheres Passwort aus? Tabu sind prinzipiell alle Begriffe aus Wörterbüchern. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfiehlt ein mindestens zwölfstelliges Kennwort, das aus Zahlen, Groß- und Kleinbuchstaben sowie Sonderzeichen zusammengesetzt ist und augenscheinlich keinen Sinn ergibt. Von den üblichen Reihenfolgen auf der PC-Tastatur sollte man besser die Finger lassen. Komplexe Kennwörter haben freilich das Manko, dass sie sich nicht einmal der Erfinder selbst merken kann.

„Hier gibt es aber hilfreiche Tricks“, weiß Anneke Voß. Ein gängiger Vorschlag lautet, sich heimlich einen Satz auszudenken und ihn dann zu verfremden. Zum Beispiel könnte der Spruch „Ich gehe dreimal in der Woche zum Sport und schwitze dabei“ lauten. Anschließend nimmt man die Anfangsbuchstaben, ersetzt die Drei durch eine Zahl, das Mal durch ein x, das „s“ durch ein „ß“ sowie das Wort „und“ durch ein „&“-Zeichen. Und schon lautet der zwölfstellige Code: „Ig3xidWzß&sd“

Aber auch mit einer Eselsbrücke stoßen die Nutzer an ihre Grenzen. Denn mit einem komplizierten Passwort ist es leider nicht getan. Das BSI empfiehlt, bei jeder neuen Registrierung ein unverbrauchtes Kennwort zu vergeben. Tatsache ist, dass viele Bürger dieselben Passwörter für unterschiedliche Konten verwenden. Kein Wunder also, wenn sich die Nutzer schwierige Code-Sequenzen notieren. Während das BSI vom Merkzettel dringend abrät, sieht Anneke Voß auch Vorteile.

„Ich halte es für eine gute Idee, die Kennwörter aufzuschreiben. Aber Vorsicht: bitte nicht digital auf dem PC festhalten. Der Zettel sollte zu Hause an einem geheimen Ort aufbewahrt werden“, schlägt die Juristin vor. Als gutes Versteck erweist sich in ihren Augen ein Klassiker: „Das kleine Merkblatt kann man zwischen Buchseiten klemmen.“ Immerhin brauche man dann nur noch im Gedächtnis zu behalten, in welchem Schmöker die Notiz liegt.

Wer ein Kennwort partout nicht mehr weiß, hat außerdem die Möglichkeit, mit der Funktion „Passwort vergessen“ beim Online-Anbieter ein neues Passwort anzufordern. Mehr Tipps und Informationen rund um das Thema Internet-Sicherheit bietet die Webseite des BSI unter www.bsi.bund.de

Elisabeth Antritter

Schlagworte Passwörter | Internet | Sicherheit

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