26. Juni 2014
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Ludwig der Bayer: Kein schlechter Aufstieg

Der geborene Münchner avancierte vom Herzogssohn zum Kaiser – und prägt den Freistaat bis heute

Wir sind Kaiser? Das nicht, aber zumindest waren wir es einmal – ab dem Jahr 1328 mit König Ludwig IV., genannt „der Bayer“ (1282–1347). Die Bayerische Landesausstellung lädt noch bis zum 2. November ein, das Wirken und Leben des großen, in München geborenen Wittelsbachers kennenzulernen.

700 Jahre ist es her, seit Ludwig der Bayer 1314 zum deutschen König gekrönt wurde. Grund genug, einem der wichtigsten bayerischen Herrscher die Landesausstellung zu widmen. Hierfür stellt das Haus der Bayerischen Geschichte in Zusammenarbeit mit der Diözese Regensburg und der Stadt Regensburg den geeigneten Rahmen bereit. Von 1300 bis 1350 zählte Regensburg zu den reichsten Städten in Deutschland und war einer der wichtigsten Orte für das Wirken von Ludwig IV.

An drei Schauplätzen in Regensburg wird die Geschichte des Mittelalters greifbar: in der Minoritenkirche, in St. Ulrich am Dom sowie im Domkreuzgang. Die Hauptschau befindet sich in der Minoritenkirche. Dort wird der Aufstieg Ludwigs im Mittelalter, der ebenso spannend wie unvorhersehbar war, in fünf aufeinander aufbauenden Abschnitten erlebbar: Als nur zweitgeborener Herzogssohn konnte er in der legendären Schlacht von Gammelsdorf 1313 über die mächtigen Habsburger triumphieren und sich 1322 in einer Ritterschlacht bei Mühldorf gegen den Habsburger Friedrich durchsetzen. Damit wurde er alleiniger deutscher König.

Gründer des Föderalstaats

Ein weiterer Abschnitt ist dem Kampf zwischen Krone und Kirche gewidmet: Um den Machtansprüchen des Papstes in Avignon zu begegnen, unterstützte er den Bettelorden der Franziskaner. Der Pontifex belegte ihn prompt mit dem Kirchenbann. Ludwig ließ sich daraufhin trotzdem in Rom zum Kaiser krönen. Schließlich trägt zum heutigen Ruhm von Ludwig IV. seine weit vorausschauende Städte- und Herrschaftspolitik bei. Er förderte Städte durch Privilegien wie die Zollfreiheit und setzte auf eine gemeinsame Herrschaft von König und Kurfürsten. Damit schuf er früh die Grundlagen für den heutigen modernen deutschen Föderalstaat.

Mit einer aufwendigen Multimedia-Darbietung glänzt die nächste Station – St. Ulrich am Dom. In den Räumen des frühgotischen Bauwerks, das von reichen Patriziern in Auftrag gegeben wurde, lässt sich die damalige Architektur bewundern. Gekrönt wird der Abschnitt durch einen Film über den Bau der Doms St. Peter. Ein weiteres Zuckerl: Christoph Süß, der bekannte bayerische Kabarettist und BR-Moderator, ist der augenzwinkernde Erzähler im Film – er schlüpft in verschiedene Rollen und mimt etwa einen Patrizier, einen Bischof, einen Bettelmönch sowie einen Ritter. Der historische Domkreuzgang, der nahezu unverändert erhalten ist, beschließt die Ausstellung. Dort darf der Besucher in die Welt der religiösen Bräuche von damals eintauchen.

Die Bayerische Landesausstellung „Ludwig der Bayer – Wir sind Kaiser!“ in Regensburg ist bis 2. November täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet.  Erwachsene zahlen 9,50 Euro (ermäßigt 7,50 Euro) Eintritt, die Familienkarte kostet 19 Euro. Kinder, Jugendliche und Schüler im Alter von 6 bis 18 Jahren zahlen 1 Euro.  Die Landesausstellung ist barrierefrei zugänglich und stellt Induktionsschleifen für hörgeschädigte Besucher zur Verfügung. Die Ausstellungstexte werden bei Bedarf in Leichter Sprache ausgehändigt.

Elisabeth Antritter

Schlagworte Bayerische Landesausstellung | Regensburg | König Ludwig IV. | Ausstellung | Ludwig der Bayer

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