20. Mai 2014
VdK-Zeitung Archiv

„Die Zuschauer tun so, als wäre ich gerade auferstanden“

Exklusiv-Interview: Gaby Köster über ihre Lesetour, ihren Schlaganfall und ihren linken Arm, der noch immer nicht auf sie hört

Am 8. Januar 2008 hatte Fernsehstar Gaby Köster („Ritas Welt“) einen Schlaganfall. Bis heute ist die 52-Jährige deswegen körperlich eingeschränkt. Zum Interview mit der VdK-Zeitung kommt Gaby Köster im Rollstuhl. Ihren Humor hat sie immer noch, wie sie in dem Gespräch bewies.

Auf Lesetour: Gaby Köster. | © Heise

Sie sind gerade auf Lesetour mit Ihrem Buch „Ein Schnupfen hätte auch gereicht“. Wie sind die Reaktionen Ihrer Zuhörer?

Köster: Sehr gut. Das ist niedlich, wie die Leute so mitfühlen. Allerdings ist es manchmal auch ein bisschen komisch. Die Zuschauer tun so, als wäre ich gerade auferstanden.

Wie gehen Sie damit um, wie reagieren Sie darauf?

Köster: Ich mache Quatsch. Und dann ist es auch wieder gut.

In einem Zeitungsbericht über Ihre Lesetour heißt es: „Gaby Köster zeigt uns, dass es das Wichtigste ist, den Humor nicht zu verlieren – und weiß Gott, das hat sie auf keinen Fall. Selten so gelacht!“ Wann haben Sie nach Ihrem Schlaganfall zum ersten Mal selbst wieder lachen können?

Köster: Als ich wach wurde. Irgendein Prof. sagte mir, ich hätte einen Schlaganfall gehabt. Ich konnte das dann nicht glauben und musste erst mal lachen … Meine Theorie ist auch: Der Schlag kommt zuerst, und den Anfall kriegt man hinterher.

Welche Einschränkungen haben Sie denn, und wie gehen Sie damit um?

Köster: Der linke Arm geht nach wie vor nicht. Er meint, er müsste immer noch schlafen, auch wenn ich ihn zwischendurch mal anbrülle. Ich kann mir zum Beispiel nicht einfach ein Brot schmieren. Das macht mich wütend, und hinterher lache ich mich über mich selbst kaputt.

Was ist Ihnen heute im Leben wichtig?

Köster: Sich nicht mehr über blöde Banalitäten aufzuregen wie Stau, Wetter oder einen Schnupfen.

Schauen Sie sich Ihre früheren Sendungen noch an?

Köster: Nee. Das kann ich nicht gut. Ich war ein Hibbel, bin rumgerannt. Und es nervt mich, dass ich jetzt so langsam bin.

Spricht Sie eigentlich noch jemand mit Ihren Vornamen „Gabriele Wilhelmine“ an?

Köster: Ja, bei ernsten Gelegenheiten. Meine Mutter macht das. Sie schwächt das aber auch gerne ab und sagt „Gabrielchen“.

Interview: Sebastian Heise

Schlagworte Gaby Köster | Schlaganfall | Interview

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