23. Oktober 2019
VdK-Zeitung

Leidenschaftliche Rentendebatte

Verena Bentele diskutiert in Bamberg mit Nachwuchspolitikern

Dass auch junge Politiker leidenschaftlich über die Rente streiten können, hat eine Diskussionsveranstaltung des VdK-Kreisverbands Bamberg gezeigt. VdK-Präsidentin Verena Bentele sprach mit Jugendvertretern von CSU, SPD, Grüne und FDP.

VdK-Bezirksgeschäftsführer Roland Sack (links) mit VdK-Präsidentin Verena Bentele (Dritte von rechts) und den anderen Diskussionsteilnehmern (von links): Jan Pfadenhauer (Junge Union), Moderator Michael Memmel („Fränkischer Tag“), Marco Strube (Junge Liberale), Vitus Mayr (Jusos) und Tim-Luca Rosenheimer (Grüne Jugend). | © Sebastian Heise

„Mit 20 schon an die Rente denken!“ Zu diesem Thema hatte der VdK Bamberg Spitzenvertreter der Jugendorganisationen von CSU, SPD, Grüne und FDP zu einer Diskussion mit VdK-Präsidentin Verena Bentele eingeladen. Moderator Michael Memmel, Redaktionsleiter beim mitveranstaltenden „Fränkischen Tag“, konfrontierte Jan Pfadenhauer, stellvertretender Vorsitzender Junge Union (JU) Bamberg-Stadt, Vitus Mayr, Vorsitzender Jusos Oberfranken, Tim-Luca Rosenheimer, Vorsitzender Grüne Jugend Oberfranken, und Marco Strube, Kreisvorsitzender Junge Liberale Bamberg, mit den Forderungen aus der VdK-Kampagne #Rentefüralle. Die Jungpolitiker stimmten zu großen Teilen zu. Gegenstimmen wurden teilweise mit Buhrufen bedacht.

Bentele machte deutlich, dass sich der VdK mit seinen zwei Millionen Mitgliedern in Deutschland dafür einsetzt, dass die gesetzliche Rente gestärkt und Altersarmut bekämpft wird. Eines der wichtigsten Ziele ist die Erwerbstätigenversicherung, in die alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, also auch Beamtinnen und Beamte, Selbstständige sowie Politikerinnen und Politiker, einzahlen. Außerdem stellte sie klar, dass der VdK eine weitere Anhebung des Renteneintrittsalters auf 70 ablehnt. Die Grundrente muss endlich kommen, betonte Bentele, und zwar ohne Bedürftigkeitsprüfung. Tim-Luca Rosenheimer von der Grünen Jugend sprach von einem „sehr guten Paket“ des VdK. Dieses kann nach seiner Überzeugung Altersarmut vermeiden. Er sprach sich für mehr Umverteilung von Reich zu Arm beispielsweise durch eine Vermögensteuer aus.

Mehr Gerechtigkeit

Vitus Mayr von den Jusos stimmte den VdK-Vorschlägen ebenfalls weitgehend zu. Eine #Rentefüralle wäre nach seiner Meinung ein „wichtiger Schritt zu mehr Gerechtigkeit“. Eine Bedürftigkeitsprüfung bei der Grundrente lehnt er auch ab. Wie Verena Bentele sprach er sich für einen Mindestlohn von über zwölf Euro aus. JU-Vertreter Jan Pfadenhauer sieht in der Grundrente ebenfalls einen wichtigen Schritt gegen Altersarmut. Er will aber eine Bedürftigkeitsprüfung, damit nicht wohlhabende Bürgerinnen und Bürger davon profitieren. Mit der Ablehnung einer Erwerbstätigenversicherung und einem Plädoyer für Beamtenpensionen sorgte er für kritische Zwischenrufe.

Die geringste Übereinstimmung mit den VdK-Forderungen zeigte Marco Strube von den Jungen Liberalen. Er plädierte dafür, dass die Menschen selbst mehr für ihr Alter vorsorgen. Auch den Mindestlohn will er nicht erhöhen. Lediglich Benteles Forderung, dass Internet-Konzerne wie Google und Amazon in Deutschland Steuern zahlen müssten, stimmte er zu. Die VdK-Präsidentin fand die Diskussion, auch wegen der unterschiedlichen Meinungen, lebendig und dankte allen Teilnehmern. In kleinen Gruppen wurde noch weiter debattiert, während das Bamberger Musik-Duo „Double Feature“ Hits von Joe Cocker, den Beatles und der irischen Band U2 interpretierte.

Sebastian Heise

Schlagworte Diskussion mit Verena Bentele | Rentendebatte | Rente

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