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VdK setzt auf Seehofer bei „Rente mit 67“

VdK-Präsidentin Ulrike Mascher: Ältere bei Jobsuche fast chancenlos

Der Sozialverband VdK unterstützt die kritische Position von Ministerpräsident Horst Seehofer zur geplanten Einführung der „Rente mit 67“. VdK-Präsidentin Ulrike Mascher: „Wir freuen uns, dass Horst Seehofer hier offenbar dieselbe Auffassung wie der VdK vertritt. Und wir hoffen, dass er in dieser Frage ein starker Verbündeter des VdK bleibt.“ Seehofer hatte jüngst in einem Interview seine Zustimmung zu einer Verlängerung der Lebensarbeitszeit infrage gestellt, solange die deutsche Wirtschaft kaum Arbeitnehmer über 50 Jahren beschäftigt.

Auch der Sozialverband VdK fordert eine Arbeitsmarktpolitik, die dafür sorgt, dass Ältere erst einmal überhaupt bis zum Erreichen des derzeitigen Renteneintrittsalters von 65 Jahren Arbeit haben, bevor man über eine „Rente mit 67“ diskutieren kann: „Ältere Arbeitslose sind bei der Jobsuche fast chancenlos. Nur jeder Dritte über 60-Jährige ist überhaupt noch erwerbstätig. Und nicht einmal jeder zehnte 64-Jährige geht einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach.“ Angesichts anhaltender Renten-Kaufkraftverluste und der Kürzungsfaktoren in der Rentenformel wäre „ein höheres Renteneintrittsalter nichts weiter als eine weitere Rentenkürzung durch die Hintertür“, bekräftigte VdK-Präsidentin Ulrike Mascher heute in München bei einer Protestveranstaltung des VdK Bayern.

Mascher forderte hinsichtlich der Sparbeschlüsse der Bundesregierung, dass „hier das rechte Maß einkehren muss“. Alleinerziehenden armen Müttern die 300 Euro Eltergeld zu streichen, sei „zynisch und fernab jeder Lebensrealität“. Dass heute Pläne der Koalition über eine Streichung des Elterngeldes für Topverdiener bekannt wurden, wertete Mascher als „Diskussion, zu der wir mit unserer VdK-Protestaktion sicherlich auch einen Anstoß gegeben haben“.

Dennoch wäre eine solche Maßnahme noch lange kein echter Beitrag zur Gerechtigkeit, da nur Topverdiener ab 250 000 Euro Jahreseinkommen betroffen wären. „Die hier zu erwartende Einsparsumme dürfte angesichts der wenigen Betroffenen die Haushaltslöcher kaum stopfen“, kommentierte Mascher. „Die Einkommensgrenzen könnten um einiges niedriger angesetzt werden.“ Die Beschränkung auf Topverdiener sei „reine Kosmetik“ und ändere nichts an der Kinderarmut, „die die Bundesregierung am unteren Ende der sozialen Leiter mit ihren Kürzungsplänen billigend in Kauf nimmt“.

Seit dem 1. Oktober 2010 protestiert der Sozialverband VdK unter dem Motto „Stoppt den Sozialabbau!“ bundesweit mit Großflächenplakaten, Veranstaltungen und einer Internet-Kampagne gegen die Sparbeschlüsse der Bundesregierung. „Wir sind das Sprachrohr für die Rentnerinnen und Rentner, Kranken und Armen, die gerade die verkorkste Sozialpolitik ausbaden müssen“, so Ulrike Mascher. Der Sozialverband VdK will mit seiner Protestaktion weitere soziale Einschnitte in der Gesundheits-, Renten- und Armutspolitik verhindern.

Michael Pausder

Schlagworte Rente mit 67 | Rente | Renteneintrittsalter | Rentenkürzung | VdK-Protestaktion

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